Bundesverband Reifenhandel RDKS-Check beim Reifenwechsel!

Redakteur: Marion Fuchs

Der Bonner Fachverband des deutschen Reifengewerbes mahnt, beim jeden Reifenwechsel den RDKS-Check nicht zu vergessen.

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Reifendruck-Kontrollsysteme (RDKS) gilt es, beim Räderwechsel zu überprüft.
Reifendruck-Kontrollsysteme (RDKS) gilt es, beim Räderwechsel zu überprüft.
(Bild: BV Reifenhandel)

Zur Fahrsicherheit tragen neben optimaler Bereifung die seit November 2014 für neu zugelassene Pkw als Serienausstattung vorgeschriebenen Reifendruck-Kontrollsysteme (kurz: RDKS) bei – aber nur, wenn sie einwandfrei funktionieren.

Haupt-Bestandteil von RDKS sind elektronische Sensoren, die im Fahrbetrieb permanent den Reifendruck überwachen und an ein Steuergerät im Fahrzeug senden. In direkt messenden Systemen sind das spezielle, im Reifen oder an dessen Ventil verbaute RDKS-Sensoren, indirekte Systeme nutzen ABS-Sensoren und Sensoren zur Traktionskontrolle.

Bei direkt messenden RDKS ist es für die dauerhafte Funktionsfähigkeit des Systems entscheidend, dass bei jedem Reifenwechsel die nachfolgenden Vorgaben eingehalten werden: Bei RDKS-Sensoren mit Metall-Schraub-Ventilen müssen rund um Sensor/Ventil die Teile erneuert werden, die besonderen Alterungs- und Korrosionseinflüssen unterliegen. Dafür gibt es je nach Sensor spezielle Service-Kits, die alle zu wechselnden Teile enthalten. Bei RDKS-Sensoren mit Gummi-Snap-in-Ventilen sind – wie generell bei jedem herkömmlichen Reifenwechsel – die Ventile zu erneuern.

Fehlerhaftes RDKS ist ein erheblicher Mängel

Ein wachsames Auge auf die regelmäßige Pflege und Instandhaltung des RDKS ihres Fahrzeugs zu haben liegt also im Interesse der Autofahrer. Nicht zuletzt deshalb, weil ein nicht funktionsfähiges Reifendruck-Kontrollsystem neuerdings als erheblicher Mangel in der Fahrzeughauptuntersuchung gilt. Und das heißt: Die Prüfplakette wird verweigert, der Mangel ist unverzüglich zu beheben und das Fahrzeug neu zur Prüfung vorzuführen.

Eine verlässliche Prävention für den Ausfall der Batterien, die RDKS-Sensoren funktionieren lassen, gibt es derzeit allerdings (noch) nicht. Denn aktuell ist es nicht möglich, die Restkapazität der aus technischen Gründen in den Sensoren fest verbauten Batterien festzustellen, deren Lebensdauer die Sensorhersteller auf etwa fünf bis sieben Jahre beziffern. Es kann deshalb vorkommen, dass kurz nach einem Reifenwechsel die Sensorbatterie ihren Dienst versagt und deshalb das System Alarm meldet, obwohl zuvor bei der ordnungsgemäßen Ein-/Ausgangskontrolle die Funktionsfähigkeit des RDKS festgestellt wurde.

www.bundesverband-reifenhandel.de

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