Studiengesellschaft für verbrauchergerechtes Versichern e.V. Rechtssicherheit ohne Fachchinesisch

Redakteur: Marion Fuchs

Die Studiengesellschaft teilt mit, dass nun auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) seine Musterbedingungen sprachlich vereinfacht hat.

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(Bild: Goslar Institut)

Einige Versicherungen sind seit einiger Zeit dabei, ihre Versicherungsbedingungen von „Fachchinesisch“ zu entrümpeln und somit einfacher zu gestalten. Die Rechtssicherheit muss dabei erhalten werden. Jetzt hat auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die sprachliche Überarbeitung seiner Musterbedingungen für Verbraucher abgeschlossen. Damit sollen nun insgesamt fünfzig Regelwerke, speziell für Privatkunden, verständlicher sein als zuvor. Politik und Verbraucherverbände fordern schon seit Längerem mehr Transparenz in dieser Hinsicht von der Branche.

Die Vorgaben für die sprachliche Überarbeitung der Versicherungsbedingungen lauteten nach Auskunft des GDV konkret: kürzere Sätze, weniger Fremdwörter, einfache Begriffe, Verben statt Substantive. Zudem sollten die Texte klarer gegliedert sein, kurze Absätze, Zwischenüberschriften und Aufzählungseinschübe aufweisen sowie aussagefähige und zielführende Inhaltsverzeichnisse. Dies alles soll den Versicherungskunden dabei helfen, die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) zu einem Vertrag leichter zu verstehen.

Laut GDV sollen mit den nun neu verfassten Musterbedingungen für die Wohngebäude- und Hausratversicherung insgesamt 50 Regelwerke allein für Privatkunden sprachlich überarbeitet worden sein. Dazu gehören demnach auch die Musterbedingungen für Lebens- und Rentenversicherungen, private Unfall-, Haftpflicht-, Rechtsschutz-, Wohngebäude- und Kfz-Versicherungen sowie Schutzbriefe. Dabei habe sich gezeigt, dass der Spagat zwischen einfacher und rechtssicherer Sprache nicht zu unterschätzen sei, betont der GDV. Weitere Informationen unter: www.gdv.de

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