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Repanetbetriebe hielten ihre Hauptversammlung ab

| Redakteur: Redaktion Fahrzeug + Karosserie

Vom 15. bis 18. Mai fand die mittlerweile 8. Repanet-Hauptversammlung auf Mallorca statt.

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Vier Tage lang konnten sich die insgesamt knapp 400 Teilnehmer über aktuelle Trends auf dem Autoreparaturmarkt sowie den Stand und neue Angebote des Netzwerks informieren, sich untereinander austauschen und an einem attraktiven Rahmenprogramm teilnehmen.


Mit 254 Mitgliedern in Deutschland und einem umfassenden Beratungsangebot sei Repanet gut aufgestellt, stehe aber dennoch vor großen Herausforderungen, erläuterte während der Hauptversammlung der neue Leiter Repanet Andreas Keller: „Angesichts sinkender Unfallzahlen und eines wachsenden Wettbewerbsdrucks müssen die Werkstätten reagieren. Wir wollen, dass unsere Mitgliedsbetriebe auch in Zukunft zu den erfolgreichsten in der Branche gehören – mit der besten Technik, den besten Angeboten und den besten Mitarbeitern.“ Dabei reiche es nicht mehr aus, gute handwerkliche Leistungen zu erbringen. Umfassende Management- und betriebswirtschaftliche Fertigkeiten, Führungsqualitäten und ein modernes Marketing würden in Zukunft mehr denn je von den Betriebsinhabern erwartet. Repanet werde deshalb sein Beratungsangebot neu aufstellen und weiter ausbauen.


Beratungen stehen ganz vorn


Neben neuen Beratungsleistungen stellte Keller das Konzept „Experten Focus“ vor: In dem Intensiv-Workshop, den das Werkstattnetzwerk ab sofort anbietet, erarbeiten acht bis zehn Teilnehmer gemeinsam mit einem externen Berater individuelle, auf die Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnittene Konzepte. Anders als bei Fachvorträgen kann der Experte in der kleinen Runde gezielt auf die Bedürfnisse und Besonderheiten der einzelnen Teilnehmerbetriebe eingehen. „Wir schließen mit dem ‚Experten Focus’ die Lücke zwischen reinem Fachvortrag und Einzelberatung“, so Keller. „Die Teilnehmer profitieren dabei nicht nur von der Expertise des Beraters, sondern im direkten Austausch auch von den Erfahrungen der anderen Betriebe. Auf Wunsch können sie im Anschluss eine individuelle Beratung in Anspruch nehmen, um einzelne Themen zu vertiefen, oder sich von dem Profi bei der Umsetzung ihres Konzeptes professionell unterstützen lassen.“ Im ersten Schritt bietet Repanet Workshops zu den Themen „Teamentwicklung und Coaching“, „Betriebsführung und Prozessoptimierung“, „Social Media, Newsletter & Co.“ und „Neue Geschäftsfelder Industrielackierung“ an.


Prominenz auf der Bühne


Eine Reihe von Vorträgen bot den Teilnehmern auf der Hauptversammlung die Möglichkeit, sich intensiver mit aktuellen Entwicklungen auf dem Autoreparaturmarkt zu befassen. Wichtige Impulse gaben dabei zwei hochkarätige Gastvorträge von ZKF-Präsident Peter Börner zur Zukunft des Unfallreparaturmarkts sowie Dr. Christoph Lauterwasser (Leiter des Allianz Zentrums für Technik) zu den Auswirkungen moderner Fahrerassistenzsysteme. Erstmals war übrigens auch das neu gegründete Schweizer Repanet Netzwerk mit 25 Teilnehmern bei einer deutschen Hauptversammlung dabei.


Hochkarätige Fachvorträge


Weitere Themen der Referate waren die zukünftige Repanet-Strategie, das automatische Farbmischsystem Daisy Wheel sowie Trends in der Automobilserienlackierung, die Peter Minko als Fachmann für die Belange der Automobilindustrie verständlich darlegte. Darüber hinaus wählten die Repanet-Mitglieder einen neuen sechsköpfigen Beirat, der in vielen Fragen und Belangen mitreden kann und darf, auch weil sich diese Personen aus den aktiven Mitgliedsbetrieben rekrutieren. Und auf einer Zubehörausstellung konnten sich die Besucher und Teilnehmer der Hauptversammlung über aktuelle Lösungen für die tägliche Werkstattarbeit informieren.


Hennemann übergab an Hennemann


Ein ganz besonderer Punkt war die offizielle Verabschiedung von Dr. Andreas Hennemann, der nun „Privatier“ wird, wie er sich ausdrückte. Nach 25 Jahren Beratertätigkeit für Standox und Repanet fiel den Anwesenden der Abschied nicht leicht: Standing ovations, die schier nicht enden wollten. Sohn Alexander wird die Aufgabe des Vaters weiterführen.


Was ist Repanet?


Repanet wurde 1998 auf Initiative von Standox unter der Bezeichnung „SdF ProPartner e.V.“ als Verein zur Wirtschaftsförderung freier Lackierbetriebe gegründet. Von Anfang an stand der Austausch von Erfahrungen und Wissen im Mittelpunkt der Aktivitäten. Schnell wurde ein Beratungsangebot für die Mitglieder aufgebaut, das über die Jahre immer vielfältiger wurde. Dabei gewannen technische Beratungen, Mitarbeiterschulungen und insbesondere betriebswirtschaftliche Dienstleistungen an Bedeutung. 2003 erfolgte die Umbenennung in Repanet e.V. Schon früh leistete das Netzwerk Lobbyarbeit bei potenziellen Großkunden wie Versicherungen, Flotten- und Leasingunternehmen und agiert so als Türöffner für seine Mitglieder. Heute steht Repanet auf vier Säulen: individuelle Beratung, Interessensvertretung, Erfahrungsaustausch und Privatkundengewinnung.


 

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