Kamag/Alelion Schwedenpower für autonome Fahrzeuge

Redakteur: Marion Fuchs

Der Ulmer Nutzfahrzeugproduzent Kamag kooperiert mit dem schwedischen Batteriespezialisten mit dem Ziel, Fahrzeuge mit Alelion-Lithium-Ionen-Batterien zu betreiben.

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Zukünftig sollen nachhaltige autonome Fahrzeuge mit schwedischen Lithium-Ionen-Batterien betrieben werden.
Zukünftig sollen nachhaltige autonome Fahrzeuge mit schwedischen Lithium-Ionen-Batterien betrieben werden.
(Bild: Alelion)

Ausgestattet mit schwedischen Lithium-Ionen-Batterien von Alelion Energy Systems AB (publ), plant die Kamag Transporttechnik GmbH & Co. KG, in Zukunft nachhaltige autonome Fahrzeuge zu produzieren. Zu diesem Zweck haben die beiden Unternehmen einen Kooperationsvertrag abgeschlossen.

Für Alelion stellt dies einen wichtigen Schritt in ein neues Marktsegment dar. „Dieser Auftrag ist ein wichtiger Meilenstein und bestätigt die zentrale Rolle von Alelion hinsichtlich der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen“, betont Daniel Troedsson, CEO von Alelion.

Mit den Hochspannungsbatterien der Schweden will Kemag den Antriebsstrang eines seiner Lkw-Modelle elektrifizieren. Als Teil eines gemeinsamen Entwicklungsprojekts wird Alelion den ersten Satz Batterien noch 2018 ausliefern. Der Hersteller blickt auf langjährige Erfahrung mit der Lithium-Ionen-Technologie in der Gabelstaplerindustrie zurück.

Elektrisches Mehrzweckfahrzeug

Der von Kamag geplante, elektrifizierte Lkw ist als Mehrzweckfahrzeug ausgelegt. Es soll sowohl in Verbindung mit einem Sattelschlepper benutzt werden können, als auch für den Transport von Waren in Häfen, Lagern, Post- und Paketzentren oder auf Produktionsflächen und Flughäfen.

Die fahrerlose Version des Kamag E-Wiesel AGV (Automated Guided Vehicles) Lkw ist auf den Einsatz in automatisierten Logistikzentren ausgerichtet. Mit maximal vier Batteriemodulen zur Erweiterung der Reichweite und Leistungsfähigkeit kann das Mehrzweckfahrzeug bestückt werden. Verschiedenen Antriebsvarianten sind vorgesehen.

Alelion baut derzeit Schwedens erste Serienfertigungsanlage für Lithium-Ionen-Batterien, die mit einer jährlichen Kapazität von 500 MWh und eigens angebundenen Produktionsmitteln aufwarten soll. Der Standort der Fertigungsanlage ist in Hisingen (Göteborg), mitten im Ballungszentrum der Automobilindustrie. Die Fertigstellung der Anlage wird im dritten Quartal 2018 erwartet.

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