Transportermarkt

Segment verbucht 9 Prozent Zuwachs im ersten Halbjahr

| Redakteur: Konrad Wenz

(Bild: VW)

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Ein wichtiger Faktor für das Absatzplus im Neuwagengeschäft war im ersten Halbjahr der Transportermarkt. Laut einer Sonderauswertung der Marktforschung Dataforce legten die Verkäufe dieser Modelle um 9 Prozent zu, während der gesamte Neuwagenmarkt ein Verkaufsplus von 2,1 Prozent verzeichnete.

Mit dem Zulassungsergebnis des ersten Halbjahres setzt sich die Entwicklung der letzten Jahre fort, die seit Jahren ein dynamisches Absatzwachstum verzeichnet. Die von Dataforce erfassten Transporter-Neuzulassungen stiegen von rund 360.000 Einheiten im Jahr 2013 auf fast 450.000 Anmeldungen 2016. Die Analysten verstehen dabei als „Transporter“ sowohl die klassischen leichten Nutzfahrzeuge sowie die als Pkw zugelassenen Utilities wie VW Caddy, Citroën Berlingo oder Fiat Ducato.

Für den Rest des Jahres erwartet Dataforce nun geringere Zuwachsraten. Wegen der weiterhin guten konjunkturellen Lage und des erwarteten weiteren Ausbaus von Paket- und Lieferdiensten werde die gewerbliche Nachfrage aber stabil bleiben. „Hinzu kommt, dass auch für die leichten Nutzfahrzeuge Abgasvorschriften verschärft werden und ältere Modelle wahrscheinlich früher ausgetauscht werden müssen, um lokalen Fahrverboten zu entgehen.“

Im ersten Halbjahr summierten sich die Transporterzulassungen laut Dataforce auf 246.915 Einheiten, ein Anstieg um gut 20.000 Stück. Die positive Entwicklung erfasste dabei die verschiedenen Absatzkanäle mehr oder weniger stark. Das größte prozentuale Plus verursachten die Autovermieter, die 22.500 Einheiten abnahmen (+34,4 %). Darin spiegelt sich auch die im Vorjahr eher verhaltene Zulassungstätigkeit der Branche wider.

Mehr Privatkunden auch dank Wohnmobilboom

Ebenfalls zweistellig wuchs der Transporterabsatz an Privatpersonen. Diese Gruppe ließ im ersten Halbjahr 56.750 Einheiten erstmals zu, ein Plus von 5.800 Einheiten (+11,4 %). In dieser Zahl findet laut den Marktforschern der Wohnmobilboom seinen Niederschlag, die ja meist auf einem Transporterchassis aufbauen. Zudem hätten kleinere Transporter wie ein Renault Kangoo trotz des SUV-Booms weiterhin viele Anhänger, etwa bei Familien.

Firmenkunden und Gewerbetreibende veranlassten etwa die Hälfte der Transporter-Neuzulassungen. Mit 113.000 Einheiten nahm dieser Kundenkreis im ersten Halbjahr 6,4 Prozent mehr Fahrzeuge ab als im Vorjahreszeitraum.

Positiv für den Handel ist zudem der unterdurchschnittliche Anteil der Eigenzulassungen. Handel und Hersteller ließen 54.700 Fahrzeuge erstmals zu. Das sind 22,1 Prozent aller Neuzulassungen. Zum Vergleich: Im reinen Pkw-Segment erhielten zuletzt 30,6 Prozent aller Neufahrzeuge zunächst eine Tages- oder Kurzzulassung.

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