Elektromobilität Sicher an E-Autos arbeiten

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Beim TÜV Thüringen können sich Karosseriebetriebe als „Zertifizierte E-Werkstatt“ küren lassen. Das vermittelt den Kunden, aber auch den Mitarbeitern die Gewissheit, dass der Betrieb alles für Arbeitsschutz und Sicherheit getan hat.

Solange die orangefarbenen Kabel unbeschädigt sind, gibt es kein Problem. Doch bei Unfallfahrzeugen ist höchste Vorsicht geboten.
Solange die orangefarbenen Kabel unbeschädigt sind, gibt es kein Problem. Doch bei Unfallfahrzeugen ist höchste Vorsicht geboten.
(Bild: Nico Kleemann)

In Karosseriebetrieben wird die Arbeit an verunfallten Elektroautos oder Plug-in-Hybriden schon in naher Zukunft zum Alltag gehören. Dadurch stehen die Unternehmer vor einem Problem: Wer sagt ihnen, ob sie in Sachen Werkstatteinrichtung, Schulung, Arbeitsschutz und Ge­fährdungsbeurteilung alles richtig machen? Denn bei einem Unfall mit Verletzungsfolge oder einem Brand sollten sie gerichtsfest dokumentieren können, dass sie alle Vorkehrungen für eine sichere Arbeit an Hochvoltfahrzeugen – E-Autos, Plug-ins und Vollhybride – getroffen haben.

Leider gibt es kein allgemeingültiges Regelwerk, das alle Fragen erschöpfend beantwortet. Hier springt nun der TÜV Thüringen in die Bresche. Christian Berger von der TÜV Thüringen Fahrzeug GmbH & Co. KG erklärt, wie es dazu kam: „Der Anstoß kam von unseren Kunden. Die Auto­häuser haben uns gefragt, welche Betreiberpflichten sie beachten müssen und wie sie den Arbeitsschutz sicherstellen können. Daraufhin haben wir das Qualitätssiegel ‚Zertifizierte E-Werkstatt‘ entwickelt.“