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Mercedes-Benz Lkw Sicheres Zusammenspiel

| Redakteur: Marion Fuchs

Im neuen Actros des Stuttgarter Nfz-Produzenten arbeiten Abbiege-Assistent und MirrorCam für noch mehr Sicherheit beim Abbiegen oder Spurwechsel zusammen.

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MirrorCam und Abbiege-Assistent arbeiten im neuen Actros Hand in Hand.
MirrorCam und Abbiege-Assistent arbeiten im neuen Actros Hand in Hand.
(Bild: © Daimler AG)

Dank innovativer Assistenzsysteme ist der neue Actros nach Unternehmensangaben noch sicherer. Dies wurde durch neue Systeme wie den Active Drive Assist für teilautomatisiertes Fahren in allen Geschwindigkeitsbereichen und durch die Verbesserung bekannter Systeme wie den Abbiege-Assistenten erreicht.

Bislang wurden die Warnhinweise des Abbiege-Assistenten durch eine LED-Leuchte an der A-Säule im Inneren der Kabine angezeigt. Im neuen Actros nutzt der Abbiege-Assistent nun das Display der MirrorCam, um den Fahrer optisch zu warnen, wenn sich ein bewegliches oder stationäres Objekt in der Überwachungszone auf der Beifahrerseite des Lkw befindet. Auf dem Monitor kann so beispielsweise rechtzeitig auf unerkannte Radfahrer oder Fußgänger hingewiesen werden. MirrorCam und Abbiege-Assistent arbeiten so Hand in Hand – eine Überfrachtung des Fahrers mit Informationen wird vermieden, alle relevanten Hinweise sind an einem Ort gebündelt.

Unterstützt auch beim Linksabbiegen

Mit der Einführung des neuen Actros kann der Abbiege-Assistent den Fahrer unter bestimmten Bedingungen jetzt auch beim Linksabbiegen unterstützen: Bei Lkw mit einem Rahmenüberhang von mehr als 1,5 m nach der letzten Hinterachse besteht beim Linksabbiegen die Gefahr, dass die rechte hintere Ecke des Fahrzeugs ausschert. Dabei kann es zu einer gefährlichen Kollision des Rahmenüberhangs mit anderen Verkehrsteilnehmern kommen. Im neuen Actros jedoch kann der Abbiege-Assistent den Fahrer rechtzeitig warnen.

Herzstück des Abbiege-Assistenten sind zwei Nahbereichs-Radarsensoren am Rahmen auf der Beifahrerseite vor der Hinterachse des Lkw. Das System ist so ausgerichtet, dass es die Länge des gesamten Lastzugs plus zwei Meter nach vorn und bis zu zwei Meter nach hinten abdeckt. Es arbeitet sowohl in Solofahrzeugen als auch kompletten Lastzügen mit bis zu 18,75 m Länge.

Das kann die MirrorCam

Statt der herkömmlichen Haupt- und Weitwinkelspiegel arbeitet die MirrorCam mit Digitalkameras und Displays. Die Kameras sind rechts und links am Dachrahmen befestigt. Das erfasste Bild wird unvermittelt auf zwei Displays übertragen, die an den A-Säulen in der Kabine angebracht sind. Als sicherheitssteigernder Nebeneffekt hat der Fahrer auch schräg nach vorn an den A-Säulen vorbei einen freien Blick, sein Sichtfeld vergrößert sich. Mit der MirrorCam gibt es auch das Problem der falsch eingestellten Spiegel nicht mehr, weil sich die Kamera vor dem Start automatisch optimal einrichtet und das Display aus jeder Perspektive das gleiche vollständige Bild zeigt.

Bei Kurvenfahrten beispielsweise schwenkt das Kamerabild mit, sodass der Fahrer immer das Trailer-Ende im Auge behalten kann. Beim Rangieren und beim Rückwärtsfahren hilft dem Fahrer ein spezieller Weitwinkelmodus. Und beim Ein- und Ausscheren auf Schnellstraßen kann der Fahrer dank der Distanzlinien auf den Displays den rückwärtigen Verkehr besser einschätzen. Dank der stromlinienförmigen Bauweise der Kameras verbessert die MirrorCam auch die Aerodynamik und hilft so den Kraftstoffverbrauch zu senken.

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