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Ford „Sleep Suit“ simuliert Übermüdung

| Redakteur: Marion Fuchs

Am 15. März, dem weltweiten Tag des Schlafes, verdeutlichte der Kölner Automobilhersteller mit Hilfe eines speziellen „Sleep Suit“ die Gefahren der Übermüdung beim Autofahren.

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Tag des Schlafes – Ford warnt mit „Sleep Suit“ vor den Gefahren von Übermüdung beim Autofahren
Tag des Schlafes – Ford warnt mit „Sleep Suit“ vor den Gefahren von Übermüdung beim Autofahren
(Bild: obs/Ford-Werke)

Der dritte Freitag im März war dem gesunden Schlaf gewidmet. Dieses flexible Datum steht seit 2008 für den World Sleep Day (Welttag des Schlafes), der auf die Notwendigkeit erholsamen Schlafes hinweist. Ford lud junge Autofahrer ein, im Rahmen eines kostenlosen Fahrsicherheitstrainings einen „Sleep Suit“ zu testen. Die Brille des „Anzugs“ simuliert den tückischen Mikroschlaf, der gemäß einer Veröffentlichung der Europäischen Kommission ein Grund für bis zu 20 Prozent aller Verkehrsunfälle ist.

Die meisten Menschen wissen, dass Schlafmangel sowohl Einfluss auf Gemütszustand als auch Konzentration des Fahrers nimmt, aber Schlafentzug kann auch die Fähigkeit zum sicheren Autofahren ernsthaft beeinträchtigen. Laut Experten ist das Wachbleiben über einen Zeitraum von mehr als 18 Stunden sogar mit einem leicht alkoholisierten Zustand zu vergleichen. Ein von Ford in Auftrag gegebener „Sleep Suit“ ermöglicht es, die Auswirkungen der Müdigkeit auf das Autofahren in einer sicheren Umgebung mit eigenen Sinnen zu erleben.

Steuerung mittels Smartphone

„Der Anzug bietet unter anderem eine spezielle Brille, um Mikroschlaf zu simulieren. Dabei handelt es sich um eine unkontrollierbare Reaktion auf Müdigkeit, bei der man zehn Sekunden oder länger quasi blind fährt, selbst wenn die Augen noch geöffnet sind“, sagte Dr. Gundolf Meyer-Hentschel, CEO des Meyer-Hentschel Instituts, der den Anzug entwickelt hat.

In Verbindung mit einer Smartphone-App kann die Brille so eingestellt werden, dass der Fahrer zunächst eine halbe Sekunde lang nichts sieht, dann für immer längere Zeiträume, bis zu zehn Sekunden. Zusammen mit speziell entwickelten Manschetten vermittelt der insgesamt 18 Kilogramm schwere „Schlafanzug“ einen Eindruck von der Beeinträchtigung beim Autofahren durch Schlafmangel.

„Ausnüchtern ist das einzige Mittel, um in einem zeitlichen Abstand nach dem Alkoholkonsum wieder fahrtauglich zu werden. Ganz ähnlich verhält es sich mit Schlaf; er ist das einzige Mittel gegen Müdigkeit. Wenn Sie während einer Pause 20 Minuten lang schlafen, vielleicht noch einen Kaffee trinken, kann das im Zweifelsfall über Leben oder Tod entscheiden. Wenn Sie trotz allem müde sind, sollten Sie überlegen, ob es eine andere Möglichkeit als das Autofahren gibt, um an Ihr Ziel zu gelangen“, fügte Meyer-Hentschel hinzu.

Weil Verkehrsunfälle die häufigste Todesursache bei Jugendlichen sind, integriert Ford diesen Simulationsanzug in das kostenlose Fahrsicherheitstraining „Vorfahrt für Deine Zukunft“, einer Initiative für junge Autofahrer im Alter von 17 bis 24 Jahren.

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