Caravan-Instandsetzung Standbein für Profis

Autor Dr. Holger Schweitzer

Die Pandemie zeigt, wie unterschiedlich sich in Krisenzeiten Geschäftsfelder entwickeln: Während der Pkw-Verkauf abflacht, boomt Caravaning kräftig weiter. Das macht die Reisemobilnische für viele K+L-Betriebe als Zusatzgeschäft interessant. Aber sie eignet sich nicht für jeden.

Reparieren statt auszutauschen: Beim Instandsetzen von Wohnmobilen und Caravans ist handwerkliches Know-how gefragt.
Reparieren statt auszutauschen: Beim Instandsetzen von Wohnmobilen und Caravans ist handwerkliches Know-how gefragt.
(Bild: Heidenwag)

Instandsetzen anstatt austauschen: Diese Strategie ist nicht nur nachhaltig, sondern in vielen Fällen auch die günstigere Variante bei Unfallschäden. Im Pkw-Bereich scheitert dies jedoch in vielen Fällen an den Vorgaben der Fahrzeughersteller für die Kfz-Reparatur. Sie verlangen, dass bestimmte Bauteile durch Neuteile zu ersetzen sind, selbst bei Kleinschäden. Eine Vorgehensweise, die strittig sein mag, aber wegen der umfangreich verfügbaren Ersatzteile prinzipiell problemlos machbar ist.

Während aber Werkstätten einen neuen Stoßfänger für einen Golf VI innerhalb weniger Tage – vielleicht schon am nächsten Tag – bekommen, sind solch traumhafte Zustände im Caravan- und Wohnmobilbereich undenkbar. Wer Ersatzteile braucht, denkt meist nicht in Zeiträumen von Tagen, sondern Wochen, eventuell sogar Monaten. Denn das Geschäft mit Camping-Fahrzeugen boomt unvermindert weiter und setzt die schwierige Ersatzteilelage zusätzlich unter Druck.