Abgasreinigung Stopp dem Fahrverbot

Autor / Redakteur: Klaus Kuss / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Immer mehr Städte weisen Umweltzonen aus und sperren Dieselfahrzeuge unterhalb der Euro-6-Stufe aus. Doch die Nachrüstung eines SCR-Abgasnachbehandlungssystems macht den Weg für zahlreiche Transporter und Leicht-Nfz wieder frei.

Um die Luftqualität in unseren Städten zu verbessern, sind schnelle und vor allem wirkungsvolle Maßnahmen gefragt. Beispielsweise die Nachrüstung von Diesel-Pkw, Transportern und leichten Nutzfahrzeugen mit Euro-5-Motor mit moderner SCR-Technologie.
Um die Luftqualität in unseren Städten zu verbessern, sind schnelle und vor allem wirkungsvolle Maßnahmen gefragt. Beispielsweise die Nachrüstung von Diesel-Pkw, Transportern und leichten Nutzfahrzeugen mit Euro-5-Motor mit moderner SCR-Technologie.
(Bild: Oberland-Mangold)

Die Luft bzw. Abgassituation in unseren Städten ist nach wie vor verbesserungswürdig. Als einer der Hauptverursacher gilt laut Umweltbundesamt (UBA) der Straßenverkehr, wobei besonders Fahrzeuge mit Dieselmotor im Fokus stehen. Sie gelten schon lange als die Hauptquelle für zu hohe Stickoxidwerte. Dies trifft vor allem auf Motoren der Generation Euro 5 zu. Aber auch moderne Euro-6-Motoren der ersten Generation stehen im Verruf, im realen Fahrbetrieb ein Vielfaches an Stickoxiden, allen voran das
giftige Stickstoffdioxid (NO2), aus­zustoßen. Um die Luftqualität zu verbessern, sind schnelle und wirkungsvolle Maßnahmen gefragt. Beispielsweise die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit Euro-5-Motoren mit moderner SCR-Technologie (selektive katalytische Reduktion), mit der sich der Stickoxid-Ausstoß deutlich reduzieren lässt. Teilweise lassen sich damit sogar die strengen Euro-6-Grenzwerte unterbieten.

Das SCR-System wandelt die giftigen Stickoxide (NOx) im Abgas durch die Zugabe eines Hilfsstoffs (Harnstofflösung; Handelsname „Adblue“) in harmlosen Stickstoff (N) und Wasserdampf (H2O) um. 2018 veröffentlichte der Gesetzgeber die technischen Anforderungen für Nachrüstsysteme in Form der „Nachrüstrichtlinie“. Und die sind hoch: