IFL

Studie zur Erfassung unproduktiver Zeiten

| Redakteur: Konrad Wenz

Immer wieder wird behauptet, das die administrativen Aufgaben in der Unfallschadenabwicklung in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sind und dadurch die Rendite sinkt. Die IFL-Studie soll dies nun beweisen.
Immer wieder wird behauptet, das die administrativen Aufgaben in der Unfallschadenabwicklung in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sind und dadurch die Rendite sinkt. Die IFL-Studie soll dies nun beweisen. (Bild: Wenz)

Die von der Consulting AB Deutschland GmbH (CAB) aus Wolfsburg durchgeführte Untersuchung wird Karosserie- und Lackierbetrieben eine verlässliche Orientierung geben und leistet konkrete fachliche Hilfestellung zu der bislang eher wage vermuteten Auswirkung unproduktiver Zeiten.

Die CAB ist ein international führender Dienstleister im Zeit- und Prozessmanagement, die bedarfsorientierte Fahrzeuganalysen und innovative Lösungen rund um die Fahrzeugreparatur sowie Instandhaltungsprozesse anbietet.

Hintergrund für die in Auftrag gegebene Studie ist, dass Fachbetriebe seit vielen Jahren sinkende Renditen in der Unfallinstandsetzung ausweisen. Die Gründe des Rückgangs in der Rentabilität sind vielfältig. Mögliche Ursache der steigenden Kosten sind unter anderem die Zunahme der administrativen Mitarbeiter gegenüber den operativ arbeitende „produktiven“ Mitarbeitern in der Werkstatt, deren Stunden in der Kalkulation des Auftrags nicht verrechnet werden können. Weitere Gründe sind anfallende Arbeiten, die bei fachgerechten Reparaturen notwendig sind, aber aus verschiedenen Gründen nicht abgerechnet werden können.

Probleme in der Praxis

„Einen zahlenmäßigen Beweis zu erbringen, war in der Praxis sehr schwierig, da nicht genau definierbar immer mehr unproduktive Tätigkeiten, unter anderem durch die Schadenlenkung entstanden sind“, erklärt IFL-Vorstand und ZKF-Präsident Peter Börner. „Unsere Herausforderung war bisher, dass exakte Messungen zu diesen unproduktiven Zeiten in der Fahrzeugreparatur nicht vorliegen“ so Börner weiter.

Zudem kommt es wegen zunehmenden Rechnungskürzungen durch beauftragte Prüfdienstleister immer wieder zu Diskussionen mit den Versicherern. Deshalb hat die Interessengemeinschaft eine Studie bei der CAB in Auftrag gegeben, die zur Ermittlung zusätzlich anfallender administrativer Tätigkeiten beitragen soll.

Breite Akzeptanz

Die Ergebnisse einer Vorstudie wurde von den Zentralverbänden ZDK und ZKF sowie der Bundesfachgruppe Fahrzeuglackierer (BFL) auf letzten Mitgliederversammlung der IFL e.V. vorgestellt und ausführlich mit den Konsortien und den Dienstleistern besprochen. Im Folgenden wurde die Beauftragung einer umfangreicheren Studie einstimmig beschlossen.

Die Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung besteht aus den Werkstattverbänden Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF), Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), den Karosserieverbänden aus Österreich und der Schweiz, den Schadenkalkulationsanbietern Audatex und DAT, Schwacke GmbH, den

Sachverständigenorganisationen BVSK, DEKRA, SSH, TÜV Süd, TÜV Thüringen, TÜV Rheinland und VdTÜV. Als Fördermitglieder sind die Eurogarant Auto Service AG, Standox, PPG, Hagelschaden Centrum Douteil und der VKS vertreten. ZKF Präsident Peter Börner und ZDK Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk sind die Vorstände der IFL.

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