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Stundenverrechnungssätze richtig verhandeln

| Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Versicherer wollen ihre Kosten senken, die Betriebe profitabel arbeiten. Wie sie die passenden Stundensätze durchsetzen, erläuterten Referenten des Profi-Club-Themenforums.

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Rechtsanwalt Matthias Nickel klärte die Teilnehmer des Themenforums darüber auf, ob sie sich Rechnungskürzungen gefallen lassen müssen.
Rechtsanwalt Matthias Nickel klärte die Teilnehmer des Themenforums darüber auf, ob sie sich Rechnungskürzungen gefallen lassen müssen.
(Foto: Spies Hecker)

Beim „Profi-Club Themenforum“ in Köln informierten Experten über Strategien zum Umgang mit Versicherern und Schadensteuerern. Rund 120 Teilnehmer erhielten Praxistipps zum Verhandeln von Stundensätzen und zur Handhabe gegen Rechnungskürzungen. Einmal mehr hatte der Profi-Club des Kölner Lacklieferanten Spies Hecker ein aktuelles Thema aufgegriffen: die zahlreichen Rechnungskürzungen durch den Prüfdienstleister Control Expert.

Der hatte in den vergangenen Monaten im Auftrag der VHV Reparaturrechnungen grundsätzlich auf den AZT-Lackindex 100 gekürzt. ZKF-Hauptgeschäftsführer Klaus Weichtmann kündigte in seinem Impulsreferat das Umdenken des Prüfdienstleisters Control Expert an.

In Workshops erhielten die Teilnehmer Tipps von Experten, wie sie gegen Rechnungskürzungen vorgehen und Stundenverrechnungssätze erfolgreich verhandeln können. So erklärte Rechtsanwalt Matthias Nickel den Unternehmern, welche juristische Handhabe besteht, um gegen das Streichen von Rechnungspositionen durch Versicherer oder Prüfdienstleister vorzugehen. Kommunikationsprofi Thomas Wetzel verdeutlichte anhand eines Rollenspiels, wie sich Betriebsinhaber sprachlich besser auf Preisgespräche vorbereiten können.

Unternehmensberater Herbert Prigge von der BPR Mittelstandsberatung legte in seinem Workshop dar, worauf Betriebsinhaber bei der Verhandlung des Stundenverrechnungssatzes mit Versicherungen und Schadensteuerern achten müssen. „Wer sich bereits vor dem Gespräch richtig vorbereitet und die wichtigsten Kennzahlen im Blick hat, geht gleich viel selbstbewusster in die Verhandlungen“, erklärte der Experte. Zusammen mit dem Profi-Club hat er deshalb einen Verhandlungsleitfaden für Betriebsinhaber entwickelt.

Darüber hinaus unterstützt der Profi-Club Karosserie- und Lackierbetriebe in der Kalkulation des Stundenverrechnungssatzes: Profi-Club Mitglieder können ihren betriebsnotwendigen Stundensatz durch einen Experten berechnen lassen. „Mit dieser externen Kalkulation lässt sich bei Preisgesprächen gut argumentieren“, sagte Prigge.

Auch Robert Paintinger, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Partnerwerkstätten, forderte Betriebsinhaber während des Themenforums dazu auf, ihren Stundenverrechnungssatz regelmäßig und selbstbewusst zu verhandeln. „Damit verbessern Sie nicht nur Ihre eigene Situation, sondern ziehen auch den Gesamtmarkt ein Stück mit nach oben“, betonte er in einem Videointerview, das Spies Hecker Marketingleiterin Bianca Leffelsend live mit ihm führte.

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