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Teilnehmerrekord beim 13. Expertentag Karosserie- und Lack in NRW

| Redakteur: Redaktion Fahrzeug + Karosserie

Mit einem Teilnehmerrekord eröffnete Klaus Steinforth, Landesinnungsmeister des Karosserie- und Fahrzeugbauer-Handwerks NRW, den diesjährigen Expertentag, der unter dem Motto „Die Zukunft hat begonnen“ stand.

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Vier Referenten informierten am 26. März im Rahmen einer halbtägigen Fachveranstaltung anlässlich der Techno Classica in Essen rund 300 Karosserie- und Lackexperten über neue Materialien und Reparaturmethoden, Möglichkeiten zur Prozessoptimierung und die Abrechnung von Schäden gegenüber Versicherungen. Abgerundet wurde die Vortragsreihe durch einen Ausblick des ZKF-Präsidenten Peter Börner mit den zu erwartenden Veränderungen im Unfallreparaturmarkt.


Das völlig neue Fahrzeugkonzept des BMW I3, das im Wesentlichen auf dem Werkstoff CFK basiert, und die damit verbundenen Anforderungen an die Karosserieinstandsetzung hinsichtlich der Materialien und Reparaturmethoden, stellte Michael Geiger von der BMW Group vor. So erfuhren die Teilnehmer, dass Schäden rein optisch und ohne kostenintensive Prüfgeräte beurteilt werden können. Erfreulich war auch die Prognose, dass 90% der Karosserieschäden die Außenhaut betreffen werden und dass für deren Instandsetzung keine Investitionen in neue Geräte erforderlich sind.


Aus aktuellem Anlass informierte Rechtsanwalt Elmar Fuchs vom BVSK – Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen - über die neuen Methoden von Versicherungen und auch Herstellern, durch neue Ausgestaltungen der Vertragsbedingungen Kunden gezielt in sogenannte Partnerwerkstätten zu lenken. Für das ewig aktuelle Thema des Beilackierens verwies er auch auf das aktuelle Merkblatt der Interessengemeinschaft Fahrzeugtechnik und Lackierung IFL mit seinem Kernsatz, dass nicht die Versicherung über die Notwendigkeit des Beilackierens entscheidet, sondern der Lackierfachmann.


Sehr anschaulich verdeutlichte Torsten Stahlberg von der Spies Hecker GmbH, wie wichtig Standards im Reparaturablauf sind. Immer enger bemessene Zeitvorgaben erforderten effiziente Abläufe und einen optimalen Einsatz von Technologie und Material. Hier sei noch Potential, lautete sein Fazit.


Der Abschluss der Vortragsreihe blieb Peter Börner vorbehalten. Er wagte einen Ausblick unter dem Motto „Quo vadis – wohin steuert der Unfallreparaturmarkt?“ Der Versuch der Versicherungen, Ihren Einfluss weiter zu steigern, werde zunehmen. Dieses zeige sich u.a. daran, Einfluss auf die Ersatzteilbeschaffung und damit auch auf die Preise nehmen zu wollen. Auch die zunehmende Versteigerung von Reparaturen im Internet sei kontraproduktiv und nicht zu befürworten. Weitere Herausforderungen seien neben immer neuen Materialien und Reparaturmethoden auch die zunehmende Anzahl der Fahrerassistenzsysteme. Zwar reduzierten sie die Schadenshäufigkeit, dadurch würde aber die Instandsetzung sehr viel komplexer.


 

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