Suchen

ADAC Test zeigt Sicherheitsmängel mobiler Ladegeräte

| Autor: Andreas Grimm

Als flexible Alternative zur fest installierten Wallbox bieten verschiedene Hersteller sogenannte „Mobile Charger“ an. Jedoch können nicht alle bei der Sicherheit komplett überzeugen, wie ein Test des ADAC zeigt.

Firmen zum Thema

Der ADAC hat einige mobile Ladegeräte getestet. Doch nicht alle sind empfehlenswert.
Der ADAC hat einige mobile Ladegeräte getestet. Doch nicht alle sind empfehlenswert.
(Bild: ADAC)

Nach dem Wallbox-Test im Sommer hat der ADAC nun auch die sogenannten Mobile Charger getestet, die im Auto mitgeführt werden können, um das E-Mobil an wechselnden Orten an vorhandenen Steckdosen zu laden. Speziell in Regionen mit wenig Ladepunkten kann so ein Gerät sinnvoll sein, wenn es denn funktioniert. Nicht alle vier getesteten Geräte sind empfehlenswert.

Testsieger unter den vier geprüften Ladegeräten war das teuerste Modell: der Juice Booster 2 für rund 1.150 Euro mit der Note „sehr gut“. Er überzeugte bei Sicherheit, Zuverlässigkeit und Bedienung. Kaum schlechter schnitt ein Gerät mit einem etwas komplizierten Namen ab, der „Dini Tech NRG kick 32A light“ für 1.000 Euro, der die Note „gut“ erhielt. Beide Modelle funktionieren sicher, zuverlässig und stabil „und belegen damit, dass der Spagat zwischen mobiler Nutzung und Sicherheit gelingen kann“, heißt es von dem Autofahrerclub.

Nur ein „befriedigend“ erzielte dagegen der 730 Euro teure „Go-e Go-eCharger Mobile“, der nach einem Fall aus einem Meter Höhe eine Fehlfunktion zeigte (Gesamtnote 2,6). Mit einer glatten Note Fünf fiel der „Ratio Electric EV Portable Charger“ durch. Angesichts eines schlechten elektrischen Personenschutzes erhielt das Gerät zu Recht das Prädikat „mangelhaft“. Mit einem Preis von rund 600 Euro war es auch das günstigste Gerät im Testfeld.

ADAC empfiehlt Geräte mit maximal 11 kW

Mobile Charger sind so etwas wie transportable Wallboxen. Sie können unter anderem an Schuko- oder CEE-Drehstrom-Steckdosen eingestöpselt werden und laden mit bis zu 22 kW. Der ADAC empfiehlt jedoch Geräte mit maximal 11 kW, weil für diese keine Genehmigung des Netzbetreibers nötig ist. Entsprechende Modelle sind aber aktuell selten. Entsprechend seien die Hersteller gefragt, entsprechende Ausführungen anzubieten.

Wie bereits beim früheren ADAC Wallboxen-Test konzentrierte sich auch diese Untersuchung auf die Aspekte Sicherheit, Zuverlässigkeit und Bedienung. Zusätzlich wurde die Eignung für den mobilen Einsatz geprüft. Die Gesamtnote konnte dabei nicht besser sein als die Note der Sicherheit. Generell gilt aus Sicht des ADAC, dass ein Mobile Charger eine Alternative zu einer heimischen Wallbox sein kann, da er bei Bedarf mitgenommen werden kann. Ob sinnvoll oder nicht, muss jeder für sich selbst nach seinen Bedürfnissen und seinem Nutzungsverhalten entscheiden.

(ID:46159048)

Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«