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GTÜ Überwachungsorganisation testet Lackpolituren

| Autor / Redakteur: Jakob Schreiner / Birgit Rüdel

Lackpolituren sollen für Glanz und Schutz am Auto sorgen sowie gleichzeitig Kratzer beseitigen. Das schafften drei der getesteten Polituren besonders gut – darunter zwei Premium-Produkte aber auch eine günstigere Politur. Zwei Produkte erhielten keine Empfehlung.

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Die Testergebnisse der GTÜ basieren auf umfangreichen Prüfungen im Labor.
Die Testergebnisse der GTÜ basieren auf umfangreichen Prüfungen im Labor.
(Bild: GTÜ)

Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hat neun Lackpolituren für den Endverbraucher getestet. Testsieger und als „sehr empfehlenswert“ eingestuft wurde die teuerste Politur im Test „A1 Speed Polish“ (19,99 Euro) von Dr. Wack. Ebenfalls mit der Note „sehr empfehlenswert“ folgten auf dem zweiten Platz die halb so teure „Lackpolitur“ (9,99 Euro) von Caramba und knapp dahinter die Sonax „Xtreme Polish + Wax 3 Hybrid NPT“ (19,29 Euro).

Im Mittelfeld des Test und mit dem Prädikat „empfehlenswert“ versehen, verdienten sich auf den folgenden Plätzen die Aral „Tiefenpolitur 2 in 1“ die Liqui Moly „Glanzpolitur“ und die Nigrin „Performance Brilliant-Politur Turbo“. Deutlichen Punktabzug und nur noch als „bedingt empfehlenswert“ bewertete die GTÜ die Polituren Autosol „Autopolitur“ und Meguiars „Ultimate Polish“. Im Test patzten die Produkte von Rot-Weiss „Hochglanzpolitur“ und Nirgin „Hartwachs-Colorpolitur“ die keine Empfehlung von den Testern bekamen.

Die GTÜ hat 10 Autopolituren von 8,99 bis 19,99 Euro getestet (zum Vergrößern bitte klicken).
Die GTÜ hat 10 Autopolituren von 8,99 bis 19,99 Euro getestet (zum Vergrößern bitte klicken).
(Bild: GTÜ)

Das Testverfahren

Die Testergebnisse der GTÜ basieren auf umfangreichen Prüfungen im Labor. Alle Polituren wurden entsprechend der auf Gebinden oder Verpackungen angegebenen Vorgaben appliziert. Der Großteil der Werte ist laut GTÜ quantifizierbar und reproduzierbar. Dazu zählt unter anderem der Grad des „Glanzschleiers“. Er tritt bei hochglänzenden Oberflächen auf und ist als milchiges, verschwommenes Bild auf dem Lack wahrzunehmen. So kam zur Erfassung von Glanzschleier- und Glanzwerten ein unter anderem speziell dafür entwickeltes Mess-Equipment zum Einsatz. Dasselbe gilt für das Ermitteln der hydrophoben Eigenschaften. Hier werden die Kontaktwinkel eines auf den Lack aufgetragenen Wassertropfens zwischen Oberfläche und Tropfen gemessen.

Die Werte für die Farbauffrischung beruhen auf Testkeilen nach DIN EN 20105-A02, deren einzelne Felder abgestuft gesättigte Grautöne aufweisen und zum Abgleich von Reverenz- und Resultat-Flächen dienen. Darüber hinaus wurde eine Reihe von Verträglichkeitsprüfungen zur Veränderung der Oberflächenbeschaffenheit durchgeführt, die ebenfalls ein reproduzierbares Ergebnis ermöglichen.

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