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GTÜ Umbau zum Full-Service-Anbieter

Autor / Redakteur: Holger Schweitzer / Dr. Holger Schweitzer

Die GTÜ setzt konsequent auf den Umbau von einer Prüforganisation zu einer Full-Service-Sachverständigenorganisation. Autohäuser und Endkunden sollen von einheitlichen Produkten der Partnerbüros profitieren – von der HU bis zur Leasingrücknahme.

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Vor rund 450 GTÜ-Partnern erkläuterten die Geschäftsführer Dimitra Theocharidou-Sohns und Robert Köstler, wie sie die Prüforganisation weiterentwickeln wollen.
Vor rund 450 GTÜ-Partnern erkläuterten die Geschäftsführer Dimitra Theocharidou-Sohns und Robert Köstler, wie sie die Prüforganisation weiterentwickeln wollen.
(Bild: »kfz-betrieb» / Schweitzer)

Ursprünglich als Prüforganisation freier Sachverständiger und Prüfingenieure gegründet setzt die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) aufgrund des Umbruchs der Automobilbranche darauf, sich quasi neu zu erfinden: Die Partnerbüros der GTÜ sollen künftig zusätzlich zu hoheitlichen Tätigkeiten wie der Hauptuntersuchung (HU) verstärkt ein breites Dienstleistungsangebot für Autohäuser, Werkstätten und Endkunden anbieten können. Wie diese Neuausrichtung konkret aussehen soll, erklärten die beiden Geschäftsführer Dimitra Theocharidou-Sohns und Robert Köstler den rund 450 Teilnehmern am diesjährigen GTÜ-Bundeskongress vergangenen Samstag in Berlin.

Laut Köstler und Theocharidou-Sohns geht es beim Umbau der GTÜ zu einem vollumfänglichen Servicedienstleister darum, die Partnerbüros in die Lage zu versetzen, auch künftig im Markt konkurrenzfähig und erfolgreich tätig zu sein. So erfordere etwa die Konsolidierung im Kfz-Gewerbe, die zu einem stetig wachsenden Anteil an Autohausgruppen führe, geeignete Produkte zu entwickeln. Dienstleistungen für solche Großkunden müssten deshalb der GTÜ-Geschäftsführerin zufolge in Erscheinungsbild und Qualität einheitlich sein.

Digitale GTÜ-Welt

Um dies zu erreichen, soll eine GTÜ-Welt gestaltet werden, in der sämtliche Angebote der Organisation enthalten sind. Das GTÜ-eigene Entwicklerteam aus Stuttgart präsentierte auf dem Kongress unter anderem eine Software, mit der die Partnerbüros Leasingrücknahmen durchführen und die Dokumentation mit den Autohäusern teilen können.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil, wie sich das Unternehmen digital neu ausrichtet, ist eine Software, mit der die GTÜ-Partner ihre tägliche Arbeit planen und dokumentieren können. Das Programm, das sich derzeit noch in der Pilotphase befindet, soll es den Mitarbeitern ermöglichen, ihren Einsatz in verschiedenen Prüfstellen und Prüfstützpunkten täglich optimal zu planen. Hinzu kommen Funktionen wie der sogenannte „Marktplatz“, über den die Partner Aufträge mit anderen Partnern in der Umgebung teilen können: Schafft ein Partner einen Termin nicht, können Kollegen diesen übernehmen. Wie Theocharidou-Sohns betonte, sei der Marktplatz ein wichtiges Instrument, um die Partner untereinander besser zu vernetzen.

Laut der Geschäftsführerin steht hinter diesen Pilotprojekten ein klares und ambitioniertes Ziel: Erste Programme sollen den GTÜ-Partnern bereits im Laufe des Jahres 2020 zur Verfügung stehen. Damit die aus der Entwicklungsarbeit entstehenden Produkte auch den Anforderungen entsprechen, lud Theochardiou-Sohns die Partner ein, sich am Entstehungsprozess über die Pilotprojekte zu beteiligen.

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