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Streetscooter Ursache für Brände steht fest

| Autor: Andreas Grimm

Die Brände von zwei Streetscooter-Modellen sind durch eine fehlerhafte Produktion der Batterie entstanden. Derzeit werden alle Modelle kontrolliert, trotzdem könnte noch ein offizieller KBA-Rückruf folgen.

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Gefahr gebannt: nach zwei Streetscooter-Bränden ist die Ursache ermittelt.
Gefahr gebannt: nach zwei Streetscooter-Bränden ist die Ursache ermittelt.
(Bild: Deutsche Post DHL Group)

Die Ursache für die Brände von zwei Streetscooter-Lieferwagen der Deutschen Post ist offenbar endgültig gefunden. Wie das MDR-Magazin „Umschau“ berichtet, habe eine fehlerhafte Verschweißung in der Traktionsbatterie zu den beiden Bränden geführt“. Der Fehler sei aber bereits bei einem Vorlieferanten von Streetscooter entstanden, bevor das Bauteil angeliefert wurde, heißt es in dem MDR-Bericht. Externe Dekra-Gutachten hätten die Brandursachen-Ermittlung bestätigt.

Ganz ausgestanden ist das Thema für den Hersteller von Elektrotransportern damit allerdings noch nicht. Inzwischen prüfe das Kraftfahrtbundesamt (KBA) routinemäßig den Vorgang. „Sofern eine ernsthafte Gefährdung vorliegt, kann eine Rückrufaktion angeordnet werden“, zitiert der Bericht aus einer Mitteilung des KBA. Zur Lieferanten der Streetscooter-Batterien selbst schweigt die Deutsche Post als Eigentümer von Streetscooter übrigens „aus vertraglichen Gründen“.

In der Vergangenheit waren zwei der Elektrolieferwagen in Brand geraten. Personen kamen nicht zu Schaden, doch wurden Sendungen zerstört. Die Post hatte daraufhin rund 460 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen, die unter Verdacht standen, sie könnten ähnliche Produktionsfehler aufweisen. Die Untersuchung sämtlicher potenziell betroffenen Fahrzeuge werde noch Wochen dauern, sagte ein Post-Sprecher. Bereits überprüfte Streetscooter seien aber schon wieder im Einsatz.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«