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FZI/Testfeld Autonomes Fahren Verkehrsminister informiert sich

Redakteur: Marion Fuchs

Seit mehr als einem Jahr kann auf dem öffentlichen Testfeld Baden-Württemberg autonomes Fahren erprobt werden. Anfang Juli informierte sich der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann über aktuelle Projekte.

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Verkehrsminister Winfried Hermann sieht im autonomen Fahren einen wesentlichen Baustein für eine nachhaltige Mobilität der Zukunft.
Verkehrsminister Winfried Hermann sieht im autonomen Fahren einen wesentlichen Baustein für eine nachhaltige Mobilität der Zukunft.
(Bild: FZI)

Der Besuch des baden-württembergischen Verkehrsministers Winfried Hermann auf dem Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF BW) war von Interaktivität geprägt. Per Smartphone-App rief der Verkehrsminister ein autonomes Taxi zu seinem Standort und ließ sich auf dem Campus Ost des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) automatisiert über einen Parcours chauffieren, auf dem das Fahrzeug selbstständig mit Ampeln, Fußgängern und Radfahrern kommunizierte. Beim automatisierten Einparken demonstrierte das Fahrzeug, mit welcher Präzision es ohne menschliche Hilfe vorgeht.

Minister Hermann verwies auf die Einsatzmöglichkeiten autonomen Fahrens: „Insbesondere im Öffentlichen Personennahverkehr wollen wir seine Vorteile nutzen. Wir versprechen uns, Pkw-Fahrten reduzieren zu können, wenn mehrfach besetzte, autonom fahrende Busse zum Einsatz kommen. Auch könnte der ländliche Raum besser an die Zentren angeschlossen werden. Ich freue mich daher sehr, die Fortschritte auf dem vom Land geförderten Testfeld zu erleben und stelle fest, dass die Technologie ihren Reiz hat. Ich bin zuversichtlich, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung zunehmen wird.“

Weiteres Förderprojekt

Der Leiter des Testfeld-Konsortiums, Professor Zöllner ergänzte: „Ich freue mich, dass wir dem baden-württembergischen Verkehrsminister heute zeigen können, dass wir in Karlsruhe neue Maßstäbe in der interdisziplinären Forschung setzen. Zugleich macht es mich stolz sagen zu können, dass wir ein wachsendes Interesse bei Industrieunternehmen verzeichnen. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so der Vorstand des FZI Forschungszentrum Informatik und Professor des Karlsruher Institut für Technologie.

In einem weiteren, vom Verkehrsministerium geförderten Projekt werten Karlsruher Wissenschaftler die verkehrlichen Wirkungen des automatisierten Fahrens aus. Im Gespräch mit Vertretern der in Baden-Württemberg ansässigen Unternehmen Porsche und Visteon berichteten diese dem Verkehrsminister, dass Wissenschaft und Industrie in der Mobilitätsforschung Hand in Hand arbeiten. Beide Unternehmen entwickeln autonome Fahrfunktionen und setzen dabei auf die Erprobung im realen Straßenverkehr. Ein besonderer Höhepunkt war das erste Shuttle-Fahrzeug für das Projekt EVA-Shuttle, das rechtzeitig zum Besuch am FZI eingetroffen ist und in den nächsten Monaten durch automatisierte Fahrfunktionen für den Mischverkehr hochgerüstet wird. Das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderte ÖPNV-Projekt setzt auf die Erprobung autonomer, elektrisch betriebener Mini-Shuttlebusse für die erste und letzte Meile im realen Betrieb.

www.taf-bw.de

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