ZDK Weniger Streitfälle an Kfz-Schiedsstellen

Redakteur: Marion Fuchs

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e. V. (ZDK) bilanziert für 2016 sechs Prozent weniger Anträge bei den bundesweit 100 Kfz-Schiedsstellen.

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Die Branche hat 2016 weniger Streitfälle bei Kfz-Schiedstellen zur Schlichtung vorgebracht.
Die Branche hat 2016 weniger Streitfälle bei Kfz-Schiedstellen zur Schlichtung vorgebracht.
(Bild: ZDK)

Die ZDK-Bilanz 2016 ergab einen Rückgang der Anträge an deutsche Schiedsstellen. Von den insgesamt 10 537 Anträgen (11 216 in 2015) konnten 88,6 Prozent (9 340) im Vorverfahren auf kurzem Weg zwischen Schiedsstelle, Kunde und Kfz-Betrieb geregelt werden. Lediglich 1 197 Anträge (11,4 Prozent) gelangten vor eine Schiedskommission. Davon endeten 554 Fälle (46,3 Prozent) mit einem Vergleich. In 184 Fällen (15,4 Prozent) entschied die Kommission für den Antragsteller, in 242 Fällen (20,2 Prozent) gegen ihn. 217 Verfahren waren bis Jahresende 2016 noch nicht abgeschlossen.

Auch im Jahr 2016 bezogen sich die meisten Anträge (8 704 oder 82,6 Prozent) auf Reparatur und Wartung. Die Kunden bemängelten nicht nachvollziehbare oder vermeintlich zu hohe Rechnungen, unsachgemäße Arbeit sowie nicht in Auftrag gegebene und trotzdem durchgeführte Arbeiten.

Bei den insgesamt 1 833 Anträgen an die Gebrauchtwagen-Schiedsstellen standen technische Fahrzeugmängel ganz oben auf der Liste, gefolgt von Unfallschäden. Fast keine Bedeutung mit nur 27 Fällen hatten fehlerhaft angegebene Gesamtfahrleistungen.

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