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Wer ist der Schnellste und Beste?

| Redakteur: Redaktion Fahrzeug + Karosserie

Das weltweit größte Bildungsevent, die WorldSkills – WM der Berufe – war nach 40 Jahren wieder in Deutschland zu Gast.

(Archiv: Vogel Business Media)
Vom 2. bis 7. Juli wetteiferten mehr als 1.000 Teilnehmer aus rund 60 Ländern in 46 Wettbewerbsdisziplinen um die Weltmeistertitel.

Deutschland schickte die größte Mannschaft in der WM-Geschichte an den Start: 42 Auszubildende und junge Fachkräfte vertraten die deutschen Farben in 37 offiziellen Wettbewerben und maßen ihre Leistungen mit den jeweils Besten der Welt aus Industrie, Handwerk und Dienstleistungsbereich. Mehr als 100 Teilnehmer, Experten und Offizielle waren für das Team Germany bei den 42. WorldSkills Leipzig 2013 dabei.

WorldSkills-Wettbewerbe finden alle zwei Jahre statt, zuletzt 2011 in London und 2009 in Calgary. Die Geschichte der Veranstaltung geht zurück bis ins Jahr 1950. Als spanisch-portugiesischer Lehrlingswettbewerb gegründet, schlossen sich rasch zahlreiche weitere Länder der Bewegung an. Die Berufe-WM kam in der Vergangenheit zwei Mal nach Deutschland: 1961 war Duisburg Ausrichtungsort, 1973 München.

Ziel ist es, jungen Menschen für eine Berufsausbildung zu begeistern und ihnen zu zeigen, welche vielfältigen beruflichen Möglichkeiten es gibt. WorldSkills International ist der internationale Rechteinhaber der WM der Berufe. Die gemeinnützige Organisation hat in 67 Ländern und Regionen Mitglieder.

Zahlreiche Schulklassen sind in Leipzig durch die Messehallen geführt worden, eine grandiose Möglichkeit, Jugendliche für einen nichtakademischen Beruf zu begeistern. Innerhalb weniger Tage entstanden 46 Wettkampf-Werkstätten für die einzelnen Berufe mit über 900 Arbeitsplätzen. An vier Wettkampftagen und in maximal 22 Stunden lösten Fachkräfte bis zum Alter von 22 Jahren hier anspruchsvolle Tages- oder Gesamtaufgaben.

Die Autoberufe Mechatroniker, Karosseriespengler und Autolackierer hatten sich hervorragend präsentiert. Auch für Außenstehende – und das muss man wörtlich nehmen, denn Zuschauer mussten durch eine transparente Abtrennung dem Geschehen zuschauen – wurde deutlich, was bei der Karosserie-Instandsetzung passiert. In 20 Boxen – sie glichen jeweils einer kleinen Karosseriewerkstatt – wurde geschliffen, gebohrt, gefräst, geflext, geschweißt, geklebt und genietet.

Bei Redaktionsschluss standen die Sieger noch nicht fest. Wir werden so schnell wie möglich berichten, wie Christian Heinz abgeschnitten hat. Der nächste WorldSkills-Wettbewerb findet 2015 übrigens in Sao Paulo (Brasilien) statt. Ganz schön weit weg, trotzdem wird es in F+K wieder einen Bericht dazu geben.

 

Anmerk. der Redaktion:

Mittlerweile sind die Ergebnisse verkündet worden: Unser Karosseriebauer Christian Heinz aus Wehrheim hat die Bronzemedaille geholt. Damit hat er sich gegenüber der eigentlich übermächtigen Konkurrenz aus China, Japan und Korea gut behauptet. Wir gratulieren an dieser Stelle ganz herzlich und rufen ausdrücklich die Leistungen des ganzen Teams in Erinnerung. Chapeau!

 

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