DAT-Report zur Unfallschadenabwicklung Werkstatt ist bei Unfall die Anlaufstelle Nr.1

Von Konrad Wenz

Die wichtigste Anlaufstelle für Pkw-Halter, die einen Kfz-Unfall hatten, blieb auch 2021 die Werkstatt. Rund 66 Prozent der Befragten würden zunächst Kontakt mit ihr aufnehmen. Dies ist ein Ergebnis des heute vorgestellten DAT-Reports 2022.

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Nach wie vor ist die Werkstatt der erste Ansprechpartner für den Unfallgeschädigten.
Nach wie vor ist die Werkstatt der erste Ansprechpartner für den Unfallgeschädigten.
(Bild: Wenz)

Rund 20 Prozent aller Pkw-Halter hatten im Jahr 2021 einen Schaden an ihrem Fahrzeug. Allerdings ließen nur elf Prozent dieser Fahrzeughalter den Schaden auch reparieren. Das geht aus dem aktuellen DAT-Report 2022 hervor, der heute Nachmittag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die restlichen Pkw-Halter fuhren mit einem beschädigten Auto weiter.

Ob nach einem Unfall eine Reparatur in Auftrag gegeben wird, hänge unter anderem von der Schwere des Schadens ab, heißt es im DAT-Report. Auch die Schadenfreiheitsklasse, beziehungsweise die finanziellen Umstände des Autobesitzers würden die Entscheidung beeinflussen. 72 Prozent der Befragten mit einem Unfallschaden, gaben an, dass der Unfall fremdverschuldet sei.

66 Prozent der Befragten Pkw-Halter gaben an, bei einem Unfallschaden zunächst mit der eigenen Werkstatt sprechen zu wollen – und zwar unabhängig davon, wie der Schaden entstanden ist, beziehungsweise wie stark das Fahrzeug beschädigt ist, heißt es im DAT-Report.

Die Frage nach der Schadenhöhe konnten nur 83 Prozent der Befragten mit Unfallschaden beantworten. Demnach liegen die meisten Unfallreparaturen im Bereich des sogenannten Bagatellschadens (bis 1.000 Euro – etwa 44 Prozent). Hochpreisige Unfallschäden (3.000 Euro und mehr) machten laut DAT nur noch 11 Prozent aller beauftragten Unfallreparaturen aus. Dies sei ein starker Rückgang (-7%) gegenüber dem Vorjahr. Durch diese beiden Faktoren betrage der Durchschnittspreis der Unfallreparatur nur noch 1.422 Euro (Vorjahr: 2.438 Euro).

Etwa 63 Prozent der Befragten Pkw-Halter gaben an, sich im Falle eines Unfalls ihre Werkstatt selbst aussuchen zu dürfen, das heißt, sie haben demnach keinen Versicherungsvertrag mit Werkstattbindung abgeschlossen. Acht Prozent der Befragten wussten nicht, ob ihr Versicherungsvertrag eine Werkstattbindungsklausel enthält oder nicht. Immer öfter bieten Versicherer bzw. Schadenportale einen sogenannten Self-Service an. Dies beinhaltet, dass der Pkw-Halter seinen Schaden via Handy selbst dokumentiert. Rund 19 Prozent der Fahrzeughalter mit Unfallschaden haben das im Jahr 2021 gemacht, allerdings würden sich rund 60 Prozent aller Pkw-Halter dieses zutrauen (Vorjahr 56 Prozent).

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