Abbiege-Assistenten Zuschüsse sind aufgebraucht

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Das Angebot, Lkw und Busse mit Abbiege-Assistenten aus- oder nachzurüsten, kommt in der Nutzfahrzeugbranche gut an. Innerhalb weniger Wochen war der bereitgestellte staatliche Zuschuss aufgebraucht.

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Sicherheitssysteme an Lkw können Leben retten.
Sicherheitssysteme an Lkw können Leben retten.
(Bild: Dekra)

Der Abbiege-Assistent in Nutzfahrzeugen gilt unter Verkehrsexperten als wichtiges Hilfsmittel zur Senkung der Unfallzahlen im Straßenverkehr. Die Systeme sollen verhindern, dass schwächere Verkehrsteilnehmer im Toten Winkel von Nutzfahrzeugen übersehen werden, wenn sie rechts abbiegen. Auch die Spediteure selbst haben Interesse an der Technik, wie im vergangenen Jahr die „Aktion Abbiege-Assistent“ zeigte, an der sich etwa Edeka, Netto, Aldi und DB Schenker beteiligten.

Das Förderprogramm „Abbiege-Assistenzsysteme“ sollte diese Bereitschaft unterstützen, die Zahl der oft folgenschweren Unfälle signifikant zu senken. Seit dem 20. Dezember 2018 war das Förderprogramm gültig (Veröffentlichung der Richtlinie im Bundesanzeiger), einen Monat später sind die zur Verfügung gestellten Gelder bereits alle weg. Gefördert wurden Nutzfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen und Kraftomnibusse mit mehr als neun Sitzplätzen.

Das Förderprogramm sah vor, dass der Antragsteller maximal 1.500 Euro je Einzelmaßnahme und bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben erstattet bekommt – begrenzt auf zehn Fahrzeuge pro Antragsteller. Dafür standen pro Jahr gerade mal fünf Millionen Euro zur Verfügung.

Aufstockung ungewiss

„Für weitere Anträge können derzeit keine weiteren Fördermittel zugesagt werden“, heißt es auf der Seite des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG). Daher sei das Service-Portal für weitere Antragstellungen im Förderprogramm „Abbiege-Assistenzsysteme“ aktuell geschlossen.

Ob das Programm, das allem Anschein nach ja in der Brummi-Branche gut angekommen ist, aufgestockt wird, ist derzeit nicht abzusehen. „Sobald uns neue Informationen vorliegen, werden wir Sie mit einer Vorlaufzeit von mindestens zwei Wochen darüber informieren“, schreibt das BAG.

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