Die Kfz-Innung Köln und die Innung für Karosseriebauer/innen Köln feierten Lossprechung 2023. Rund 200 Azubis hatten ihre Gesellenprüfung bestanden.
Zum ersten Mal erhielten die neuen Fachkräfte in den Berufen Kfz-Mechatroniker, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker sowie Fahrzeuglackierer ihren Gesellenbrief in einer gemeinsamen Lossprechungsfeier der Kfz- und der Karosseriebauer-Innung Köln.
(Bild: Innung Köln)
Rund 200 Auszubildende haben 2023 ihre Gesellenprüfung in einem handwerklichen Autoberuf in Köln bestanden. Zum ersten Mal erhielten die neuen Fachkräfte in den Berufen Kfz-Mechatroniker, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker sowie Fahrzeuglackierer ihren Gesellenbrief in einer gemeinsamen Lossprechungsfeier der Kfz- und der Karosseriebauer-Innung Köln.
„Ich bin sehr stolz auf alle jungen Damen und Herren, die im Winter oder im Sommer 2023 die Gesellenprüfung angetreten und bestanden haben“, begrüßte Obermeister Oliver Nienhaus, Karosseriebauer-Innung, gemeinsam mit seinem Stellvertreter Arndt Hürter und Obermeister Stefan Bäckmann, Kfz-Innung, die rund 320 Gesellen und Gäste im festlichen Ambiente der historischen Kornscheune in Pulheim: „Mit Arbeit und Leistung haben Sie überzeugt!“
Zu den Gästen gehörten Ausbilder und Kollegen, Lehrer sowie Familie und Freunde. Das Nicolaus-August-Otto-Berufskolleg und das Richard-Riemerschmid-Berufskolleg sowie das Bonner Heinrich Hertz Berufskolleg waren jeweils mit einer Delegation vertreten. Obermeister Stefan Bäckmann dankte allen dafür, dass sie die ehemaligen Auszubildenden auf ihrem Weg zum erfolgreichen Abschluss begleitet und unterstützt haben.
Insbesondere hob er den Einsatz der Prüfungsausschussmitglieder hervor. „Sie leisten zumeist ehrenamtlich viele Stunden. Damit halten Sie die Ausbildungsqualität unseres Handwerks hoch und ermöglichen jungen Menschen einen guten Start in ihre berufliche Zukunft.“ Innungsgeschäftsführerin Claudia Weiler unterstrich die Rolle von Familie und Freunden: „Sie geben den jungen Menschen Rückhalt und Stärke. Damit schaffen sie das Fundament, um eine Ausbildung erfolgreich absolvieren zu können.“
Festrednerin Sylvia Gerl, Schulleiterin der Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kfz-Gewerbe, erinnerte an die zurückgelegte Ausbildungszeit in Ausbildungsbetrieb, überbetrieblichen Lehrgängen und Berufsschule. Unter dem Motto „Wer die Welt bewegt, muss Motor sein“ schwor sie die Junggesellen auf die Herausforderungen der Branche ein. Sie blickte auf die Zukunft der Mobilität sowie denkbare Szenarien in Autohaus und Werkstatt vom morgen. Die Schulleiterin motivierte die jungen Zuhörer, die Lebensreise als eine Bildungsreise zu betrachten. „Mut steht am Anfang jedes Handelns“, mit diesen Worten entließ Sylvia Gerl die ehemaligen Auszubildenden in ihr Berufsleben und komplettierte: „Glück am Ende!“
„Genial war nicht der, der das erste Rad erfunden hat, sondern die anderen drei,“ damit leitete Stefan Mißbach Einblicke in seinen Werdegang ein. Der amtierende Weltmeister berichtete über seine Erlebnisse bei den WorldSkills Competition 2022. Bei der Berufsolympiade traten 1000 Wettkämpfer aus 57 Ländern in 61 Wettkampfdisziplinen an. Mit Stefan Mißbach brachte erstmals seit 27 Jahren ein Wettkämpfer der deutschen Nationalmannschaft die Goldmedaille im Beruf Kfz-Mechatroniker mit nach Hause. Er spornte die Junggesellen an, immer am Ball zu bleiben und sich weiterzubilden: „Ihr habt mit eurem Gesellenabschluss einen wichtigen Schritt in eurem Leben gemacht und den Grundstein für weitere Wege gesetzt. Die berufliche Zukunft liegt in euren Händen!“.
Eine Auszeichnung für ihre besondere Leistung erhielten die Prüfungsbesten und ihre Ausbilder in den Betrieben. Lutz Luca Spähn erzielte das beste Prüfungsergebnis im Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker. „Sie dürfen stolz auf sich sein, und das, was Sie geleistet haben. Wir von der Innung sind es, und Ihre Ausbilder sind stolz auf Sie“, konstatierte Obermeister Stefan Bäckmann und überreichte die Silberne Münze der Kölner Auto-Innungen mit Dom und der Aufschrift „Absolvent Optimum“ sowie eine Urkunde. Ausbilder Felix Mayer, Mercedes Benz AG, nahm einen Award als „Bester Ausbildungsbetrieb 2023“ und ebenfalls eine Urkunde entgegen. „Der Betrieb hat die fachpraktischen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die zu dem herausragenden Prüfungsergebnis von Lutz Luca Spähn geführt haben“, gratulierte Bäckmann.
Stand: 08.12.2025
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(Bild: Innung Köln)
Im Beruf Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker verdienten sich der Prüfungsbeste Linus Over (US Garage Mager) sowie Luis Schneider (Auto Sport Service Center) mit dem zweitbesten und Lenny Noll (dp Motorsport) mit dem drittbesten Prüfungsergebnis jeweils die Silberne Münze und Urkunde. „Sie haben sich etwas vorgenommen, und Sie haben es geschafft“, bekräftigte Obermeister und NRW-Vorstand Oliver Nienhaus. Award und Urkunde als beste Ausbildungsbetriebe nahmen Hendrik Mager (US Garage Mager) und Björn Schiffbauer (Auto Sport Service Center) entgegen. „Die erfolgreichen Gesellenprüfungen und die anschließenden Übernahmen im Betrieb sind Beleg für die hohe Wertschätzung, welche die Betriebe dem Berufnachwuchs entgegenbringen“, dankte Nienhaus und konstatierte „eine wertvolle Investition in die Zukunft!“ An alle gerichtet betonte er, wie wichtig es sei, dass die neuen Gesellen den Berufen treu bleiben und sich nicht durch vermeintlich kurzfristig lukrativere Angebote verlocken lassen.
(Bild: Innung Köln)
Als beste Prüflinge im Ausbildungsberuf Fahrzeuglackierer kam die Prüfungsbeste Bernadette Krüger mit Betriebsleiter Michael Siegel (Brillant GmbH) und Zweitbester Burak Sari mit Maik Eggemann, Geschäftsleitung im Autohaus Jacob Fleischhauer, auf die Bühne. Arndt Hürter, stellvertretender Obermeister und Vorstand im Zentralverband der Karosserie- und Fahrzeugbauer (ZKF), lobte den Fleiß der Prüfungsbesten: „Sie haben mit Arbeit und Leistung bewiesen, dass Sie Ihr Handwerk verstehen.“ Er beglückwünschte die Betriebe mit Award und Urkunde zum erfolgreichen Engagement in der Ausbildung, der sich „im Prüfungserfolg ihrer Auszubildenden manifestiert“.
(Bild: Innung Köln)
Zur Lossprechung erhoben sich die Gesellinnen und Gesellen von ihren Stühlen. Gemeinsam sprachen die Obermeister beider Innungen sie für ein „selbstbestimmtes und erfolgreiches Berufsleben“ frei: „Die Lossprechungsfeier zeigt, wie erfolgreich das Handwerk in der Wissensweitergabe aufgestellt ist. Die Innung gratuliert und nimmt sie in die Handwerkerfamilie auf.“ Als symbolischer „Auszug ins Berufsleben“ zogen die frisch Freigesprochenen mit den Obermeistern vorneweg durch den Mittelgang aus dem Saal. Sodann wurde bei Flammkuchen und Kaltgetränk auf das Erreichte angestoßen.
Die Veranstaltung wurde unterstützt von Procar Automobile, VR-Bank Bonn Rhein-Sieg, SL Versicherungsmakler, KLW, DEKRA, Premio Reifen + Autoservice, Ingenieurbüro Scherschel, TÜV Rheinland, PV Automotive, WM Fahrzeugteile.