Nachwuchsarbeit Kölner China-Projekt gewinnt Integrationspreis

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Die Kölner Innungen setzen seit diesem Jahr auch Azubis aus China ein. Das Projekt, das man mit den Carl Duisberg Centren als Partner erfolgreich vorantreibt, wurde nun prämiert.

Tingting Brengelmann (Bildmitte) , CDC-Leiterin für Hochschul- und Berufsbildungsprogramme, nahm den Preis entgegen.(Bild:  Deutschland - Land der Ideen/Bernd Brundert)
Tingting Brengelmann (Bildmitte) , CDC-Leiterin für Hochschul- und Berufsbildungsprogramme, nahm den Preis entgegen.
(Bild: Deutschland - Land der Ideen/Bernd Brundert)

Das Kölner Projekt „Qualifizierte chinesische Azubis für deutsche Betriebe“ überzeugte im Wettbewerb „Zusammen wachsen: Gute Ideen für Integration am Arbeitsmarkt“. Mit der Preisverleihung am 3. Dezember 2025 in Berlin würdigte die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ Beispiele für gelungene Integration und gelebte Willkommenskultur. Das prämierte Projekt der Carl Duisberg Centren (CDC) verfolgt einen innovativen Ansatz: Gemeinsam mit der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Köln und der Karosseriebauer-Innung Köln werden qualifizierte Schulabsolvent aus China in deutsche Ausbildungsbetriebe eingegliedert. Ziel ist es, diese jungen Menschen langfristig als Fachkräfte in Deutschland zu gewinnen.

„Diese Auszeichnung zeigt, wie wichtig es ist, jungen Menschen aus aller Welt eine Perspektive zu geben und gleichzeitig dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen“, betonte Tingting Brengelmann, CDC-Leiterin für Hochschul- und Berufsbildungsprogramme. Ihr besonderer Dank gelte den Kölner Autoinnungen, welche die Chancen erkannt und gemeinsam mit CDC den Start dieses Projekts ermöglicht haben. „Die Integration internationaler Auszubildender ist für unsere Branche ein entscheidender Schritt“, ergänzte Stefan Bäckmann, Obermeister der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Köln: „Wir sind stolz, Teil dieses Projekts zu sein, wir sind stolz auf den Einsatz von Tingting Brengelmann, die mit großem Engagement und Weitblick dieses Vorhaben vorangetrieben hat – und besonders stolz sind wir auf die Ausbildungsbetriebe unserer Kölner Innungen, die den Mut gefasst haben und diesen Schritt mit uns gegangen sind.“

Aktuelle Bewerbungsgespräche für 2026

Bereits im September 2024 wurden 16 hochmotivierte angehende Auszubildende in einem Bewerbungsprozess ausgewählt. Im August 2025 starteten sie ihre Ausbildung als Kfz-Mechatroniker, Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker oder Fahrzeuglackierer in Mitgliedsbetrieben der Kölner Autoinnungen. Nach einer Vorintegration in China folgte eine fünfmonatige Vorbereitungsphase in Deutschland, in der die Auszubildenden intensiv auf die Arbeitswelt vorbereitet wurden. CDC begleitet die Teilnehmenden über die gesamte Ausbildungszeit hinweg – mit interkultureller und sprachlicher Vorbereitung für eine nachhaltige Integration. Und potenzielle weitere Auszubildende aus China sind schon am Start: Aktuell laufen die Bewerbungsgespräche per Webschalte zwischen chinesischen Jugendlichen und Kölner Innungsbetrieben für den Ausbildungsstart 2026.

Das Projekt ist ein Gemeinschaftswerk, heißt es in der Jurybegründung: „Neben den Innungen und Betrieben sind auch die Bundesagentur für Arbeit, die Handwerkskammern und die Berufsschulen eingebunden. Dieser ganzheitliche Ansatz schafft Akzeptanz für Toleranz, Diversität und Interkulturalität – sowohl im Arbeits- als auch im Alltagsumfeld.“ Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung solcher Initiativen für die Fachkräftesicherung und die Stärkung der Willkommenskultur in Deutschland. Der Wettbewerb wird getragen von Deutschland – Land der Ideen, der Bertelsmann Stiftung, dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Stiftung Mercator. 

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