Ausbildung Motivationsmangel ist ein Fremdwort

Von Christian Otto 7 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Im Rahmen eines Pilotprojekts der Innung Köln sind bis Ende März 16 chinesische Auszubildende in Deutschland angekommen. Für die Initiatoren war der Weg bis dahin lang. Doch alle Partner und beteiligten Betriebe sehen einen Ansatz mit Zukunftspotenzial.

In zwei Gruppen kamen die chinesischen Jugendlichen bis Ende März in Köln an. Sie wurden dort herzlich von Claudia Weiler (4. v. l.) und Tingting Brengelmann (Mitte) empfangen. (Bild:  CDC)
In zwei Gruppen kamen die chinesischen Jugendlichen bis Ende März in Köln an. Sie wurden dort herzlich von Claudia Weiler (4. v. l.) und Tingting Brengelmann (Mitte) empfangen.
(Bild: CDC)

Ende April schaute die automobile Welt zur Auto Shanghai. Die Veranstaltung in der chinesischen Metropole hat sich zu einer Leitmesse entwickelt. Gerade für die deutsche Automobilindustrie ist China nach Jahren der Dominanz zum hart umkämpften Pflaster geworden. In Zeiten von Elektromobilität und massiver Vernetzung haben die heimischen Marken die deutsche Ingenieurskunst immer mehr verdrängt. Spitzentechnologie kommt nun bekannterweise auch aus den Werken von BYD & Co.

Grund dafür ist auch die hohe Motivation der chinesischen Ingenieure und Arbeitskräfte, die mit einer enormen Geschwindigkeit den vormals großen technischen Vorsprung deutscher Hersteller pulverisiert haben. Doch auch wenn die chinesische Stärke in der Automobilindustrie oder anderen Industrien beeindruckt, steht das Land andererseits vor enormen Problemen. Eine wesentliche ist dabei die Jugendarbeitslosigkeit. Im vergangenen Spätsommer lag die Arbeitslosenrate bei den 16- bis 24-Jährigen bei 18,8 Prozent. Diese Zahlen sind aber teilweise ohne Studierende und beziehen sich meist nur auf die Zählung in städtischen Gebieten.