Kwasny: SprayMax

Wachstum durch Innovation

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Modern und traditionell

Das Prädikat „modernste Technologie“ gilt für alle SprayMax-Produkte – obwohl die Technologie schon über 25 Jahre am Markt etabliert ist. Ihre Einführung im Jahre 1998 bezeichnet das Unternehmen im Rückblick als eine „Zäsur“. Hatte man zwar zuvor schon erfolgreich Lackspraydosen für Hobby- und Heimwerker hergestellt, präsentierte Kwasny nun Ende der 1990er-Jahre eine eigene Linie für gewerbliche Anbieter.

Basis war eine neue Dosentechnologie. Darauf baute man in den Jahrzehnten danach eine Produktreihe auf, die es in Sachen Sprüh- und Applikationsverhalten durchaus mit einer professionellen Lackierpistole aufnehmen kann. So wurde SprayMax sowohl im Kfz-, Lack- und Karosseriebauhandwerk als auch in der Industrie zu einer attraktiven Ergänzung, mit der sich bei Reparaturarbeiten Kosten einsparen und notwendige Arbeitszeiten reduzieren lassen.

Anfänglich waren die Lacksprays nur in Form von 1-Komponenten-Lacken erhältlich. Dem steigenden Anforderungsprofil in Werkstätten entsprechend, entwickelten die Kwasny-Ingenieure im Laufe der Zeit zudem Sprays auf 2-Komponenten-Basis. Dazu konzipierten sie eine Dosengeometrie, die Lack und Härter gebrauchsfertig in einem Produkt vereint. Das Ergebnis der Entwicklung war das sogenannte 2K-Kammersystem. Dort sind die Komponenten Lack und Härter voneinander getrennt und werden erst durch einen speziellen Auslöseprozess miteinander gemischt. Hierfür entwickelte SprayMax den sogenannten „roten Knopf“, der die trennenden Dichtungen löst. Seit dem Jahr 2000 ist dieses Konzept patentiert. Die SprayMax-Technologie zeichnet sich durch eine hohe Produktstabilität aus, was eine lange Verarbeitungszeit der aktivierten 2K-Dose zur Folge hat.

Ein weiterer Entwicklungsschritt orientierte sich erneut am Bedarf von Lackierereien und Werkstätten. Das Stichwort war Flexibilität. Dafür nutzen die Schwaben mit „Fill Clean“ ein innovatives Abfüllsystem, das es dem Nutzer ermöglicht, beliebig gemischte Farblacke in entsprechende Leerdosen zu füllen. So steht ihm kurzfristig eine für die Lackieraufgabe passende Menge Lack zur Verfügung, ohne dass er Spritzpistolen umrüsten oder nach Arbeitsabschluss reinigen muss.

Diese Produktevolution ging mit einem konsequenten Sortimentausbau der Profiprodukte einher. Im Automotive-Bereich bietet Kwasny für die Kategorien Vorbereitung, Lacke, Grundierungen und Spachtel aktuell rund 60 Produkte. Einige davon sind erst seit 2024 auf dem Markt; unter anderem die UV-Reparaturtechnologie, die man erfolgreich auf der Automechanika vorstellte. 2025 sind zwar keine Neueinführungen geplant, doch die permanente Weiterentwicklung. „Wir werden auch in diesem Jahr kontinuierlich die existierenden Produkte verbessern“, erklärt Kranig.

Auto- und Lackhersteller als Treiber

Zwei Treiber kommen dabei aus der Industrie: „Unsere Partner aus der Lack- und der Automobilindustrie bitten uns kontinuierlich, zu ihren neuen Farben oder anderen Produkten entsprechende Rezepturen für die Spraydosen zu kreieren, damit sie beispielsweise an der Produktionslinie genutzt werden können“, so Kranig. Daraus resultiere auch ein permanenter Austausch mit allen namhaften Lackherstellern. Man werde bei neuen Farben oftmals direkt angefragt und könne auch beeinflussen, wie das Produkt, das man in die Hand bekomme, sein muss, damit es in der Spraydose funktioniert.

Die Relevanz des Produkts ergibt sich durch den Blick auf den Anteil der Kleinschäden am Gesamtschadenaufkommen. Dieser liege bei etwa zehn Prozent. Und das sei klar der „Hometurf“ von Kwasny, wie es Kranig betont. In diesem Bereich des Reparaturmarktes können die Kwasny-Produkte besonders vorteilhaft zum Einsatz kommen. Damit ist ein substanzieller Teil des Marktes erreichbar. Und auch die eigenen Zahlen bestätigen die große Nachfrage: „Wir wachsen jedes Jahr zweistellig und sehen, dass wir mit unseren Applikationen Jahr für Jahr für den Markt attraktiver werden,“ erklärt der Kwasny-Geschäftsführer.

Den deutschen Markt sehe man dabei als wichtig an, hebe ihn aber nicht hervor. Europa bilde einen Schwerpunkt. Hier sei beispielsweise Frankreich ebenso gut entwickelt wie Deutschland. Genauso wichtig ist für Kwasny allerdings der Markt in Übersee. Beinahe 20 Prozent des Gesamtumsatzes mache das Unternehmen dabei in den USA, Kanada, Australien und nun auch neu aufbauend in Malaysia, Thailand und in Japan.

In diesen Märkten ist das Anwendungsfeld für Spraydosen auch wesentlich größer als in Deutschland. Während der Einsatz der Kwasny-Produkte hierzulande bei sicherheitsrelevanten Bauteilen teilweise stark eingeschränkt sei, habe man in vielen Überseeländern oder auch bei europäischen Nachbarn wie Schweden die vollen Freigaben erhalten.

Keine Applikationslogistik nötig

Den größten Vorteil der Spraylösung im Vergleich zum Lackieren sieht man bei Kwasny vor allem darin, dass man keine Applikationslogistik anwerfen brauche. Man müsse nicht irgendetwas auswischen und hinterher dann auch wieder reinigen. „Unsere Dose ist applikationsfähig und sie kann in jedem geeigneten Raum angewendet werden“, so Kranig. Es sei das Prinzip des einfachen Prozesses, der trotzdem ein professionelles Ergebnis bringe.

Kwasny wirbt damit, dass sich die Spraytechnik nicht hinter der Lackierpistole verstecken müsse. Und Wolfgang Kranig sieht das durch die Arbeit seiner hauseigenen Experten bestätigt: „Ein ganzes Auto mit der Spraydose zu lackieren geht. Das hängt eigentlich eher von der Fertigkeit des Lackierers ab. Unsere zwei Techniker lackieren Ihnen auch waagerechte Flächen. Und es gibt technisch auch kein Limit für die Größe der Fläche.“ Natürlich müssten auch die Kosten betrachtet werden; für ein Fahrzeug benötigt man immerhin 60 bis 80 Dosen. Das wären die eigentlichen Grenzen. Aber man könne Motorhauben oder ganze Kotflügel mit den Kwasny-Produkten sauber bearbeiten.

Und damit dies auch in den Betrieben flächendeckend möglich ist, können diese ihre Mitarbeiter in die neue Lackierkabine in Gundelsheim entsenden. Dort ist eine tiefgehende Schulung möglich, die auf Anfrage auch von den Kwasny-Experten direkt in den Lackierereien und Werkstätten durchgeführt wird. Zu den Nutzern der Kabine zählen aber auch die Handelspartner sowie Mobilitätsunternehmen wie die Deutsche Bahn. Bei deren ICE-Flotte bestehe permanent Ausbesserungsbedarf.

Neben der Marke SprayMax arbeitet Kwasny mit seinen Kunden über sogenannte „Private Label“-Portfolios zusammen. Unter deren Markennamen und -designs werden diese Produkte dann vertrieben. Dafür kann der Partner aus den bekannten Artikeln das, was für ihn sinnvoll erscheint, auswählen. Aber auch spezifische Lösungen und individuelle Produkte mit vom Partner bereitgestellten Lacken und Wirkstoffen werden entwickelt. Diese können dann in verschiedene Dosenformate abgefüllt und in individuellen Ausstattungsvarianten umgesetzt werden.

Das kann dazu führen, dass Anwender die Kwasny-Produkte zwar nutzen, aber nichts davon wissen. So berichtete ein Werkstattmeister aus dem Osten Deutschlands: „Wir haben früher mit SprayMax gearbeitet. Inzwischen verwenden wir aber nur noch die Produkte unseres Reparaturlacklieferanten.“ Bei Kwasny nachgefragt, handelt es sich hier um die SprayMax-Technologie.

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Erfahrungen aus der Werkstatt

Doch was sagen andere Anwender von SprayMax?
Im Autohaus Hermann Klein GmbH & Co. KG in Fuldatal-Ihringshausen sprachen wir mit Achim Wagner, ­Lackierermeister und Leiter des Lackierzentrums des Autohauses. „Wir haben alle Produkte von Kwasny und setzen diese je nach Schadensbild ein“, berichtet Wagner. Das betreffe hauptsächlich Smart-Repair-Anwendungen.

Aber in Fuldatal scheut man sich auch nicht, die Kwasny-Spraydosen in der Fläche anzuwenden. Bei dem Volkswagen-Vertragshändler nutzen die Lackierer das SprayMax-System inklusive des Abfüllsystems. Im Lackierzentrum werden die Lacke über die hauseigene Mischbank angemischt und in der notwendigen Verbrauchsmenge abgefüllt. Dabei profitieren die Lackierer davon, dass nicht sofort verbrauchte Lackmengen in den Spraydosen eine deutlich längere Topfzeit haben als im Spritzpistolenbecher – Kwasny selbst spricht hier von bis zu mehreren Monaten. Das heißt, einmal zu viel angemischte Lackmengen müssen nicht innerhalb der nächsten Tage verbraucht beziehungsweise entsorgt werden, sondern sind für spätere Reparaturen noch einsetzbar. „Über das Spray-Max-System kann ich nur Gutes berichten“, fügt der Lackierermeister an.

Beim Autohaus Klein arbeitet man schon seit über 25 Jahren mit dem System. Anfangs habe das Spritzbild vereinzelt nicht den Ansprüchen des Autohauses genügt. Aber die Technologie sei im Laufe der Zeit immer weiter verbessert worden, der Sprühkopf sei je nach zu verarbeitender Fläche einstellbar – und die SprayMax-Technologie könne für nahezu jeden Anwendungsfall eingesetzt werden. „Die Produkte sind einfach und sauber zu verarbeiten. Wir benötigen bei ihrem Einsatz keine Spraypistole oder sonstige Applikationstechnik“, ergänzt Wagner. Der Umgang mit den Produkten lasse sich zudem gut erlernen.

Den Nachwuchs im Blick

In Fuldatal arbeiten alle Lackierer mit dem SprayMax-System, selbst die Azubis bekommen bei bestimmten Arbeiten die Spraydose in die Hand. „Wir grundieren und lackieren jeden Tag Kleinteile, beispielsweise Spiegelkappen. Und da setzen wir in der Regel die Sprühdose ein“, berichtet Wagner. Volkswagen selbst biete entsprechende Schulungen an und würde das System – allerdings unter Volkswagenlabel – empfehlen.

Auch beim Mercedes-Benz-Händler Schade GmbH & Co. KG in Bad Hersfeld kommen die Kwasny-Produkte zum Einsatz. Allerdings setzen die Bad-Hersfelder die Produkte eher an Flächen ein, die man nicht sieht, beispielsweise um Seitenteile innen auszuspritzen. Für die sichtbaren Außenteile sowie für Teile, die ausgebaut werden können, wie Kotflügel oder Motorhauben, verwenden die Lackierer dann doch eher die Spritzpistole, berichtet Lackierermeister Steven Gerschütz. Zudem nutzen die Bad Hersfelder Lackierer die Spraydose für Grundierungen – und zwar jeder. „Wer mit einer Spritzpistole gut umgehen kann, kann das auch mit der Spraydose“, ergänzt Gerschütz. Wichtig sei der ausgeklügelte Sprühkopf der SprayMax-Dosen.

Auch im Mercedes-Benz-Autohaus werden die Lacke selbst angemischt und mittels der Abfüllanlage in die Spraydosen gepresst. Die Besonderheit bei Schade: Hier kann der Endverbraucher beziehungsweise die Fremdwerkstatt die befüllte Spraydose auch kaufen.

Damit der Umgang mit den Produkten von der Pike auf gelernt wird, engagiert sich Kwasny seit 2025 auch mit einem Ausbildungskonzept und dem Sponsoring für ausgewählte Berufsschulen und Bildungszentren. Ziel ist es, junge Nachwuchskräfte im Bereich Lacktechnik frühzeitig mit den Produkten und Anwendungstechniken vertraut zu machen – und gleichzeitig die Marke SprayMax im Ausbildungsumfeld zu stärken.

Dafür stattet Kwasny Schulwerkstätten mit Produktmustern, Verbrauchsmaterialien und Geräten aus, führt Workshops mit den eigenen Anwendungstechnikern vor Ort durch, stellt Lehrmaterialien und Youtube-Anwendungsfilme, die in den Unterricht integriert werden können, zur Verfügung und stößt Wettbewerbe und Praxisprojekte für Schüler mit den hauseigenen Produkten an.

Zum Start kooperiert das Unternehmen mit drei Schulen bundesweit - weitere Schulen sollen nach der Pilotphase dazu kommen.

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