Statistisches Bundesamt 30 Prozent mehr tödliche Verkehrsunfälle mit Senioren

Von Peter Diehl 1 min Lesedauer

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Im vergangenen Jahr gab es weniger Verkehrstote, weniger Schwerverletzte und weniger Alkoholunfälle. Die Zahl tödlich verletzter Menschen über 65 Jahre hingegen stieg stark an.

Im vergangenen Jahr wurden im deutschen Straßenverkehr 53.600 Menschen über 65 Jahre verletzt und 1.101 Senioren getötet.(Bild:  Bittner Kaufbild.de - stock.adobe.com)
Im vergangenen Jahr wurden im deutschen Straßenverkehr 53.600 Menschen über 65 Jahre verletzt und 1.101 Senioren getötet.
(Bild: Bittner Kaufbild.de - stock.adobe.com)

Durchschnittlich acht Menschen pro Tag starben 2024 bei Verkehrsunfällen, 138 wurden schwer verletzt. Das berichtet das Statistische Bundesamt in seiner Bilanz der Straßenverkehrsunfälle für das vergangene Jahr. Demnach gab es 2.770 Tote im Straßenverkehr – 69 weniger als 2023.

Während die Zahl der Leichtverletzten nur gering auf 314.400 stieg, sank die Zahl der Schwerverletzten deutlich auf 50.600. Das ist der niedrigste Wert seit 1991, als die Verletzten erstmals getrennt nach Schwer- und Leichtverletzten erfasst wurden. Bei 2,22 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden.

53.600 Senioren wurden 2024 im Straßenverkehr verletzt. 1.101 Menschen über 65 Jahre starben – 30 Prozent mehr als im Vorjahr. „Damit waren 40 Prozent der Verkehrstoten im Jahr 2024 im Alter ab 65 Jahren“, errechneten die Statistiker. Die meisten waren mit einem Pkw unterwegs, es gab aber auch viele tödliche Fahrradunfälle. 135 Senioren verunglückten mit einem Pedelec tödlich, 150 mit einem Fahrrad ohne Motor.

53 Kinder unter 15 Jahren starben 2024 infolge eines Verkehrsunfalls, im Jahr 2023 waren es 44 gewesen. Die Zahl verletzter Kinder lag wie im Vorjahr bei 27.200. „Das bedeutet, dass 2024 im Schnitt alle 19 Minuten ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt wurde“, so die Aussage des Statistischen Bundesamts.

Bei 35.100 Unfällen war mindestens ein Beteiligter alkoholisiert – 2.100 weniger als im Vorjahr. Damit sank die Zahl der Alkoholunfälle wieder auf das Vor-Corona-Niveau. Zitat der Statistiker: „Durchschnittlich kam es auf Deutschlands Straßen im Jahr 2024 alle 15 Minuten zu einem Alkoholunfall.“

„Nach wie vor ist überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit die Unfallursache Nummer eins für tödliche Verkehrsunfälle“, erklärt das Statistische Bundesamt. Das traf 2024 auf 30 Prozent der Unfälle mit Toten zu. Danach folgen bei den Ursachen: zu wenig Abstand oder Vorfahrt nicht beachtet.

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