Gebrauchtteile-Lackierung
Deutliche Prozessunterschiede bei der Vorbereitung
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Der Einsatz von gebrauchten Teilen bei der Unfallinstandsetzung stellt Werkstätten vor Herausforderungen. Der Lackierprozess selbst unterscheidet sich zwar bei gebrauchten nicht von dem mit neuen Teilen. Mehr Aufwand entsteht bei der Vorarbeit.
Künftig sollen bei der Unfallinstandsetzung deutlich mehr gebrauchte Ersatzteile zum Einsatz kommen als bisher – so lautet zumindest der Plan des Münchner Versicherungskonzerns Allianz. Damit verfolgt die Versicherung zwei Ziele: Zum einen will sie die Reparaturkosten senken, zum anderen wollen die Münchner damit das Thema Nachhaltigkeit bei der Unfallinstandsetzung forcieren. Beide Argumente sind in der Branche höchst umstritten.
Der Versicherer will den Gebrauchtteilemarkt für drei bis acht Jahre alte Fahrzeuge in Deutschland ankurbeln. Bei entsprechender Verfügbarkeit von Ersatzteilen ließen sich hierzulande pro Jahr bis zu 420.000 Tonnen CO2 einsparen, so die Versicherung. Zudem reagiert der Versicherungskonzern damit auf die explodierenden Kosten in der Unfallreparatur, die zu einem Großteil auf exorbitante Preissteigerungen durch die Fahrzeughersteller bei Ersatzteilen zurückzuführen sind. Die Verbände Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) und Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) hegen allerdings große Bedenken, was den Einsatz von gebrauchten Ersatzteilen angeht – zu viele Fragen seien derzeit noch ungeklärt.
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