Autofahrerbefragung Deutsche sind mehrheitlich für Tempolimit

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Kaum ein Verkehrsthema wird so emotional diskutiert wie das Tempolimit. Dabei ist seit Jahren eine stabile Mehrheit für dessen Einführung, wie es alle anderen EU-Staaten haben. Doch nun gibt es eine neue Bewegung.

Um ein Tempolimit in Deutschland gibt es weiterhin erbitterten politischen Streit.(Bild:  Geschwindigkeitsschild 130 km/h auf der Autobahn /Marco Verch / CC BY 2.0)
Um ein Tempolimit in Deutschland gibt es weiterhin erbitterten politischen Streit.

Eine Mehrheit der Autofahrer in Deutschland befürwortet die Einführung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen – aber mit rückläufiger Tendenz, wie aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Targobank hervorgeht. Die Frage, ob sie ein generelles Tempolimit befürworten, bejahten 57 Prozent der Befragten. 41 Prozent lehnten ein Tempolimit ab. Der Rest machte dazu keine Angaben.

Bei der gleichen Umfrage befürworteten in den vergangenen Jahren noch etwas mehr Autofahrer eine Höchstgeschwindigkeit. 2022 und 2023 sprachen sich jeweils 63 Prozent dafür aus – in der aktuellen Umfrage sind es sechs Prozentpunkte weniger.

Die 1.002 befragten Autofahrer konnten auch die Höhe der aus ihrer Sicht angemessenen Limits angeben. Im Schnitt sprachen sie sich für 133 Kilometer pro Stunde aus und damit drei mehr als noch 2023.

Uneinigkeit in den Koalitionsgesprächen

Ein generelles Tempolimit ist seit Langem in der politischen Debatte. Laut ADAC sind bundesweit rund 30 Prozent des Autobahnnetzes dauerhaft oder zeitweise geschwindigkeitsbeschränkt, hinzu kommen Baustellenbereiche. Derzeit gilt eine empfohlene Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Die Ampel-Koalition hatte sich wegen des Widerstands der FDP nicht auf ein Tempolimit einigen können.

In den Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD sind Unterhändler uneins über die Einführung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen. Die SPD ist für eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h, die Unionsparteien lehnen eine Einführung ab, wie aus dem Papier der Arbeitsgruppe Verkehr und Infrastruktur, Bauen und Wohnen hervorgeht, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Über das Thema dürften nun die Chefverhandler der Parteien beraten.

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