Neuwagenmarkt Ernüchternde Prognose für 2024

Quelle: sp-x, ampnet 2 min Lesedauer

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Wenig Kauflust bei Privatpersonen und Flottenbetreibern: Im laufenden Jahr erwartet der VDA einen Absatzrückgang auf dem deutschen Pkw-Markt. Global betrachtet sieht es besser aus.

Mehrere Verbände der Branche haben ihre Prognosen für den deutschen Pkw-Markt veröffentlicht.(Bild:  Mercedes-Benz)
Mehrere Verbände der Branche haben ihre Prognosen für den deutschen Pkw-Markt veröffentlicht.
(Bild: Mercedes-Benz)

Der deutsche Pkw-Markt dürfte im laufenden Jahr schrumpfen. Der Branchenverband VDA geht in seiner nun veröffentlichten Prognose nur von 2,8 Millionen Neuzulassungen aus, was einem Rückgang um ein Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspräche. Die Schwäche hat unter anderem mit dem einstigen Hoffnungsträger E-Auto zu tun. Für die Neuzulassungen dieser Modelle erwarten die Experten ein deutliches Minus von 14 Prozent auf 451.000 Fahrzeuge, die Zahl der Plug-in-Hybride steigt hingegen wieder leicht um fünf Prozent auf 185.000 Fahrzeuge.

Zuvor hatten bereits andere Verbände der Branchen ihre Prognosen für den deutschen Markt veröffentlicht. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), der im Gegensatz zum deutsch geprägten VDA die Importmarken vertritt, sieht die Zahl der Pkw-Neuzulassungen etwas positiver und mit rund 2,85 Millionen im kommenden Jahr auf dem Niveau von 2023. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) prognostiziert dagegen einen spürbaren Marktrückgang auf rund 2,65 Millionen Neuzulassungen.

VDA: Globaler Pkw-Markt zurück auf Vor-Corona-Niveau

Die Märkte in Europa (U27, EFTA und UK; +4 %) und den USA (+2 %) dürften 2024 aufgrund des schwachen Vorjahresniveaus etwas stärker wachsen als der chinesische Markt (+1 %). Für den globalen Pkw-Markt erwartet der Verband einen moderaten Anstieg um zwei Prozent. Damit wäre das Niveau des Jahres 2019 fast wieder erreicht.

Bei der Pkw-Inlandsproduktion erwartet der VDA für dieses Jahr eine Seitwärtsbewegung (±0 %; 4,1 Mio. Einheiten). Grund ist unter anderem die gesamtwirtschaftliche Schwäche. Eine erfreuliche Entwicklung ist bei der inländischen Produktion von Elektro-Pkw zu erwarten, die 2024 ein deutliches Plus in Höhe von 19 Prozent (BEV: +25 %, PHEV: ±0 %) verzeichnen sollte. Die Auslandsproduktion deutscher Konzernmarken dürfte mit der Fertigung von 10,6 Millionen Pkw um vier Prozent zulegen.

Bezüglich des Exports erwartet der VDA für 2024 einen leichten Anstieg um ein Prozent auf gut 3,1 Millionen Einheiten. Das entspricht einer Exportquote von 76 Prozent. Bei den schweren Nutzfahrzeugen sei für Europa (U27, EFTA und UK) von einem Rückgang von zehn Prozent auszugehen, für die USA von fünf Prozent. In China wird ein Wachstum von acht Prozent erwartet.

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