Würzburger Karosserie- und Schadenstage „Es ist in den Köpfen drin, dass der Teiletausch einfacher geht.“

Von Christian Otto 3 min Lesedauer

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Wenn über Nachhaltigkeit bei der Schadenbehebung gesprochen wird, geht an der handwerklichen Instandsetzung eigentlich kein Weg vorbei. Über ihre Vorteile, aber auch die derzeit dominierende Tendenz zum Teiletausch diskutierten Experten von Dekra und Carbon.

I statt E zeigte Carbon auch bei der Live-Reparatur während der WKST.(Bild:  Stefan Bausewein)
I statt E zeigte Carbon auch bei der Live-Reparatur während der WKST.
(Bild: Stefan Bausewein)

Die Teilepreise sind in den vergangenen Jahren exorbitant gestiegen. Von 2014 bis 2024 haben sich die Ersatzteilpreise pro Jahr im Durchschnitt um 5,4 Prozent erhöht. Bei einigen Teilen, wie Kofferraumdeckeln, hat sich der Preis innerhalb eines Jahrzehnts sogar verdoppelt. Aufgrund gestiegener Neuwagenpreise halten die Menschen ihre Fahrzeuge länger. Das durchschnittliche Fahrzeugalter in Deutschland war mit 10,6 Jahren noch nie höher als Anfang 2025. Deswegen wird auch mehr repariert.

Trotzdem tun sich Werkstätten und auch Sachverständige schwer, dem Motto „I statt E“ zu folgen und die Instandsetzung in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen zu rücken. Warum das so ist und wieso das „I“ die zu präferierende Lösung sein sollte, diskutierten Bernd Grüninger, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Dekra Automobil GmbH, und Siegbert Müller, Vertriebsleiter und Gründer der Carbon AG, zusammen mit »F+K«-Chefredakteur Konrad Wenz während den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen.