Würzburger Karosserie- und Schadenstage 2025 So tickt die Generation der Nachwuchskräfte

Von Sybille Weinschenk 5 min Lesedauer

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Der Fachkräftemangel zwingt die Betriebe in einen Wettstreit um junge Menschen: Viele glauben, sie müssten mit verlockenden Angeboten werben. Warum er davon abrät, erklärte der Generationenforscher Dr. Rüdiger Maas bei den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen.

„Die Jungen sind ein Spiegelbild von uns allen“: Dr. Rüdiger Maas räumt bei den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen mit gängigen Vorurteilen auf. (Bild:  Stefan Bausewein)
„Die Jungen sind ein Spiegelbild von uns allen“: Dr. Rüdiger Maas räumt bei den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen mit gängigen Vorurteilen auf.
(Bild: Stefan Bausewein)

Wie jede Generation sei auch die junge vielfältig und in sich unterschiedlich. Dennoch hätten die Älteren den Eindruck, alle zusammen nicht mehr zu verstehen, eröffnete Dr. Rüdiger Maas, Gründer des Instituts für Generationenforschung, seinen Vortrag bei den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen. Das sei an sich nicht neu oder verwunderlich, so Maas weiter. Es scheine vielmehr dazuzugehören, dass ältere Generationen die Jugend kritisch sehen. Der springende Punkt sei der: Nie zuvor hätten sich die Älteren so sehr dafür interessiert, wie die Jungen ticken.

Dabei gebe es eine weitere Besonderheit: Zum ersten Mal in der Geschichte wollten Jung und Alt in der Arbeitswelt das Gleiche. Work-Life-Balance, Teilzeitmodelle und 4-Tage-Woche seien keine Erfindungen der jungen Generation, sondern Entwicklungen, die die Älteren angestoßen hätten. „Wir sind gesamtgesellschaftlich bequemer geworden“, so Maas. Neu sei nur, dass junge Menschen diese Rechte von Beginn an einforderten und nicht erst nach Jahren der Berufserfahrung.