Cabrio-Zulassungen Fans der Freiluft-Fahrt werden immer seltener

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Weltweit und in Deutschland werden immer weniger Cabriolets neu zugelassen. Seit 2008 ist der Markt um fast 70 Prozent geschrumpft. Und in absehbarer Zeit wird der Bestseller eingestellt.

Die Cabrio-Version des VW T-Roc ist das beliebteste Freiluftmodell in Deutschland. Insgesamt werden aber immer weniger Cabrio-Neuwagen zugelassen.(Bild:  VW)
Die Cabrio-Version des VW T-Roc ist das beliebteste Freiluftmodell in Deutschland. Insgesamt werden aber immer weniger Cabrio-Neuwagen zugelassen.
(Bild: VW)

Cabrios werden in der Neuwagenstatistik immer seltener. Im vergangenen Jahr registrierte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) deutschlandweit lediglich 43.754 neu zugelassene Freiluft-Fahrzeuge, rund 8.000 weniger als 2023. Mit Abstand beliebtestes Modell war das VW T-Roc Cabrio mit 7.718 Einheiten. Auf den Plätzen folgen das Mini Cabrio mit 4.689 Verkäufen und die offene Variante des Porsche 911, die 4.559 Kunden fand.

Die 2024er-Zahlen sind ein neuer Tiefpunkt. Selbst im Lieferkrisenjahr 2022 wurden fast 3.000 Einheiten mehr zugelassen. Ihre Hoch-Zeit hatten die Cabrios in den Nuller-Jahren; damals lag die Zahl der jährlichen Verkäufe im sechsstelligen Bereich. 2008 etwa registrierte das KBA 131.329 neue Oben-Ohne-Pkw. Der langsame Rückgang der Cabrio-Zulassungen ist kein deutsches Phänomen. Weltweit hat das Segment seit Jahren mit sinkender Nachfrage und schrumpfendem Angebot zu kämpfen.

In Deutschland dürften die Zahlen in Zukunft weiter sinken. Der VW T-Roc wird nur noch bis 2027 gebaut, ein Nachfolger ist nicht zu erwarten. Andere Volumenhersteller haben bereits seit längerem kein entsprechendes Modell mehr im Programm. Opel etwa ist nach dem Ende des Cascada im Segment nicht mehr vertreten, ebenso wenig andere Volumenmarken wie Ford, Nissan, Hyundai oder Renault. Lediglich die Premium- und Luxushersteller leisten sich noch entsprechende Modelle, auch in der Sportwagenklasse bleibt das Angebot relativ konstant.

Auch die Hersteller reagieren auf die sinkende Nachfrage. Wie das Online-Portal „BMW Blog“ unter Berufung auf Informationen aus Branchenkreisen Anfang Januar berichtete, hat der Münchener Hersteller seine Pläne verworfen, den dreitürigen Mini Cooper Electric in einer Cabriolet-Version anzubieten. Es sollte 2027 auf den Markt kommen.

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