Produktionsende des Nissan GT-R Godzilla geht schlafen

Von sp-x 2 min Lesedauer

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Er jagte Lamborghinis, fuhr Rundenrekorde ein und driftete sich ins Guinness-Buch der Rekorde. Nun geht die Ära des Nissan GT-R zu Ende. Doch sein letzter Auftritt ist kein Abschied für immer.

Der vorerst letzte GT-R ist im Nissan-Werk Togichi in Japan vom Band gelaufen.(Bild:  Nissan)
Der vorerst letzte GT-R ist im Nissan-Werk Togichi in Japan vom Band gelaufen.
(Bild: Nissan)

Nissan hat den GT-R in den Ruhestand geschickt. Der seit 2007 in Japan gefertigte und zwischen 2008 und 2022 auch in Deutschland offiziell angebotene Sportwagen rollt nicht länger vom Band. Weltweit fanden mehr als 48.000 Exemplare der GT-R-Generation R35 einen Besitzer, davon etwas über 1.800 in Deutschland. Das finale Fahrzeug, ein T-Spec in der schillernden Farbe „Mitternachtsviolett“, bleibt in Japan und setzt damit einen Schlussstrich unter einen der faszinierendsten Supersportwagen der jüngeren Vergangenheit.

Der von Fans ehrfürchtig „Godzilla“ genannte GT-R war stets mehr als nur ein Auto. Er war ein Versprechen: Handwerkliche Präzision, technisches Wagnis, enorme Leistung. In seiner stärksten Nismo-Variante beschleunigte er in 2,8 Sekunden auf 100 km/h und stellte sich mit feinstem Performance-Fahrwerk und 441 kW/600 PS Konkurrenten wie Lamborghini Huracán, Audi R8 oder Ferrari Roma. Und doch kostete er in seiner Basisversion „nur“ 82.000 Euro, was in der Welt der Supersportwagen, die sich traditionell in sechsstelligen Regionen bewegen, fast bescheiden war. Wer mehr wollte, konnte auch mehr zahlen: Bis zu 220.000 Euro für den Nismo oder gleich in die Exklusivität der GT-R50-Kleinserie von Italdesign investieren, die jenseits der Millionenmarke lag.

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Seine Meriten verdiente sich der GT-R nicht nur auf der Straße. Auf Rennstrecken wie Bathurst oder in der japanischen Super GT errang er Erfolge, am Nürburgring brannte er Zahlen wie Inschriften in den Asphalt der Eifel. 2007 bezwang „Godzilla” die Nordschleife in 7:38 Minuten, 2013 war der Nismo auf der großen Runde sogar eine halbe Minute schneller. Und dann gab es noch Momente für das Kuriositätenkabinett: 2016 gelang dem GT-R ein Guinness-Weltrekord für den schnellsten Drift mit rund 305 km/h bei 30 Grad Driftwinkel.

Nun also das Ende – oder besser: eine Zäsur. Nissans Produktchef Ivan Espinosa betonte, der letzte GT-R sei kein Abschied für immer, sondern eine Atempause. Ein Nachfolger ist geplant. Vielleicht elektrisch, vielleicht hybridisch. Ganz sicher aber mit dem Anspruch, das Erbe weiterzutragen. Bis dahin bleibt der GT-R ein japanischer Mythos auf Rädern, ein Monument für die unerschütterliche Faszination von Geschwindigkeit und Ingenieurskunst.

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