Umfrage Jeder Dritte kennt neue E-Auto-Prämie gar nicht

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die neue staatliche E-Auto-Prämie soll der Branche einen Schub verleihen. Aber viele Deutsche wissen laut einer Umfrage gar nichts davon. Auch die Infos könnten offenbar besser sein.

(Bild:  Charging a Renault ZOE /Ivan Radic / CC BY 2.0)
(Bild: Charging a Renault ZOE /Ivan Radic / CC BY 2.0)

Die neue E-Auto-Prämie hat bei ihrer Bekanntheit in der Bevölkerung noch Luft nach oben. Jeder Dritte (34 Prozent) in Deutschland hat bislang nicht von der neuen Förderung gehört. Das geht aus einer repräsentativen, online durchgeführte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Dafür wurden zwischen dem 6. und 9. Februar insgesamt 2.100 Personen befragt.

Außerdem fühlt sich eine Mehrheit der Befragten, die von der neuen Prämie bereits gehört hatten, nicht gut informiert. Demnach sagen 42 Prozent der Befragten, sie seien eher schlecht informiert. 12 Prozent fühlten sich sogar sehr schlecht informiert. Als eher gut informiert empfindet sich etwa jeder Dritte (32 Prozent), sehr gut informiert sind 6 Prozent.

Bewertung geht auseinander

Bei der Bewertung der Prämie gingen die Meinungen auseinander. Knapp jeder Fünfte bewertet sie als schlecht und jeder Vierte als mittelmäßig. Gut finden die Prämie 30 Prozent der Befragten und sehr gut jeder Zehnte.

Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) gab an, dass die neue Prämie keinen Einfluss auf Überlegungen zum Kauf oder Leasing eines E-Autos habe. Ferner antworteten 21 Prozent, dass ein E-Auto für sie generell nicht infrage komme. Etwas wahrscheinlicher macht die neue Prämie demnach für 14 Prozent der Befragten den Kauf oder das Leasing, deutlich wahrscheinlicher für 6 Prozent.

Eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums erklärte auf Anfrage: „Wir werden – insbesondere in zeitlicher Nähe zum Start der Antragstellung und dem Web-Portal – unsere Informationsangebote weiter hochfahren, aber nicht mit bezahlter Werbung.“ Beantragen kann man die neue Förderung voraussichtlich erst ab Mai, wenn das entsprechende Internet-Portal an den Start gehen soll. Herstellern und Händlern stehe es frei, selbst zu informieren oder Werbung zu machen, was diese auch schon täten, erklärte die Sprecherin.

Das Bundesumweltministerium hatte vor gut einem Monat angekündigt, dass Privatkunden beim Kauf von reinen Elektroautos, Plug-in-Hybriden und Elektroautos mit Range Extender wieder eine staatliche Förderung bekommen können. Je nach Fahrzeugart und persönlichen Umständen liegt sie zwischen 1.500 und 6.000 Euro. Allerdings gibt es Einkommensobergrenzen, bis zu denen sie ausgezahlt wird – diese liegen bei 80.000 Euro Haushaltseinkommen im Jahr, mit zwei Kindern bei 90.000 Euro.

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hatte im Januar bei der Vorstellung prognostiziert, die neue Kaufprämie werde der deutschen und europäischen Autobranche einen Schub verleihen. Die Hälfte der Haushalte, die in den vergangenen Jahren ein Elektroauto angeschafft haben, lag nach Angaben Schneiders unter der 80.000-Euro-Grenze.

Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes kamen vergangenes Jahr die elf am häufigsten neu zugelassenen reinen Elektroautos aus dem VW-Konzern oder der BMW-Gruppe. Allen voran waren das der ID-7 und der ID-3 von VW. Bei Plug-in-Hybriden ist die Situation nicht ganz so deutlich, auch hier kommen aber sieben der zehn beliebtesten Modelle von BMW, Mercedes oder aus dem VW-Konzern.

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