Strategische Entscheidung
Kohl-Gruppe trennt sich von AC Schnitzer
Zum Jahresende 2026 gibt die Kohl-Gruppe ihren Geschäftsbereich AC Schnitzer auf und beendet das Engagement als Hersteller von Tuningteilen für BMW und Mini.
Ende 2026 gibt die Kohl-Gruppe ihren Tuningbereich unter der Marke AC Schnitzer auf und will sich ausschließlich auf Handel und Service von Pkw und Motorrädern konzentrieren. Als Grund gibt Geschäftsführer Rainer Vogel an, dass sich das Geschäft mit Tuningprodukten am Standort Deutschland nicht mehr wirtschaftlich betreiben lasse: Stetig steigende Kosten in der Entwicklung und Herstellung von Teilen würden Wettbewerbsnachteile erzeugen. Aber insbesondere die extrem lange Dauer der Zulassung von Teilen im deutschen System ließ AC Schnitzer gegenüber nicht-deutschen Wettbewerbern mehr und mehr ins Hintertreffen geraten. „Wenn wir mit Anbauteilen erst acht oder neun Monate nach der Konkurrenz auf den Markt kommen können, spricht dies für sich“, erklärt Rainer Vogel.
Auf Kundenseite würden ein verändertes Konsumverhalten, die verschlechterten internationalen Marktbedingungen und der schleichende Rückzug des Verbrennungsmotors die Situation zusätzlich verschärfen. „Eine rationale Entscheidung für einen Geschäftsbereich zu treffen, der so emotional besetzt ist, fällt nicht leicht. Aber wir denken als Familienunternehmen immer im Sinne der gesamten Kohl-Gruppe und ihrer stabilen Zukunft“, so Rainer Vogel weiter.
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