Karosserie Daimler Truck modernisiert Lackieranlage

Von Sven Prawitz 1 min Lesedauer

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Mercedes-Benz führt in Wörth ein Lackierverfahren ein. Statt 15 Lackierstationen reichen dann fünf, was den Energiebedarf der Lackiererei um 40 Prozent senkt.

Ein neuer Lackierprozess im Mercedes-Benz Werk Wörth senkt den Energieverbrau und die Zahl der Lackierkabinen.(Bild:  Daimler Truck AG)
Ein neuer Lackierprozess im Mercedes-Benz Werk Wörth senkt den Energieverbrau und die Zahl der Lackierkabinen.
(Bild: Daimler Truck AG)

Im Mercedes-Benz Werk Wörth wird die Lackierung der Lkw-Fahrerkabinen auf ein neues Verfahren umgestellt. Der neue Lackierprozess verringert den CO2-Fußabdruck erheblich, teilt der Hersteller mit. Es sei der größte Einzel-Energieverbraucher innerhalb der Produktion. Durch die neue Technik könnten künftig bis zu 40 Prozent Energie eingespart werden.

Der neue Lackierprozess nutzt sogenannte Ultra-High-Solid-Lackmaterialien. Diese erlauben eine effektive Nass-auf-Nass-Applikation, sodass Trocknungsphasen zwischen den Farbschichten entfallen. Nach der Grundierung können die Farbschichten in einer einzigen Lackierbox aufgetragen werden. Zudem erfordert der neue Prozess weniger Material und reduziert die Anzahl der benötigten Lackierstationen und den damit verbundenen Energieverbrauch signifikant: Fünf platz- und energiesparende Boxen und zwei Trockner ersetzen künftig 15 Lackierstationen und vier Trockner. In der neuen Anlage können die Fahrerkabinen ohne fossile Energieträger getrocknet werden.

Umbau bei laufender Produktion

Dafür werden in der ersten Umbauphase eine der neuen Lackierboxen installiert, gefolgt von der sukzessiven Umstellung der bestehenden Linien. Der gesamte Umbau wird bis zum Jahr 2026 abgeschlossen sein, heißt es weiter. Währenddessen werden Lkw produziert. Täglich können über 400 Lkw-Fahrerhauskabinen lackiert werden, bevor sie zum Innenausbau und zur Montage auf das Chassis weitergeleitet werden.

Laut Daimler Truck operiert das Werk in Wörth am Rhein seit 2022 bilanziell CO₂e-neutral, unterstützt durch den Einsatz von erneuerbaren Energien wie Solar-, Wind- und Wasserkraft. Weitere Initiativen zur Energieeinsparung beinhalten den Ausbau der Eigenversorgung und die Evaluierung einer klimaneutralen Energieversorgung mittels Geothermie im Rahmen des Joint Ventures Wärmewerk Wörth.

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