Sonderfahrzeugbau Mercedes und Binz rüsten THW aus

Von Malika Matkarimova 2 min Lesedauer

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Mercedes liefert das Fahrgestell, BINZ verwandelt es in einen Spezialaufbau. Dank der Profilbauweise wiegt der Lkw weniger und bietet mehr Platz für lebenswichtige Ausrüstung.

Die neuen Atego Gerätekraftwagen sind die zentralen Einsatzfahrzeuge für die Bergungsgruppen des THW.(Bild:   BINZ Automotive)
Die neuen Atego Gerätekraftwagen sind die zentralen Einsatzfahrzeuge für die Bergungsgruppen des THW.
(Bild: BINZ Automotive)

Das Technische Hilfswerk (THW) hat den 75. Gerätekraftwagen auf Basis des Mercedes-Benz Atego in Empfang genommen. Das symbolträchtige Jubiläumsfahrzeug erreichte den Ortsverband Amberg und unterstreicht zugleich das 75-jährige Bestehen der Bundesanstalt, meldet Daimler Truck. Im Rahmen des laufenden Auftrags sollen insgesamt 120 baugleiche Fahrzeuge mit Spezialaufbau von Binz Automotive geliefert werden.

Die neuen Gerätekraftwagen basieren auf dem Mercedes-Benz Atego 1530 AF 4×4 mit einem 220 kW/330 PS starken Sechszylinder-Dieselmotor. Dank Allradantrieb, Differenzialsperren und einer Wasserdurchfahrtsfähigkeit von 800 Millimetern sei das Fahrzeug auch im unwegsamen Gelände einsetzbar. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt laut Hersteller 16 Tonnen bei einer Nutzlast von über 3,6 Tonnen, die sich auf die einzelbereifte Vorderachse und die doppelbereifte Hinterachse verteilt. Für komplexe Bergungsoperationen verfüge der Lkw eine hydraulische Seilwinde mit 50 kN Zugkraft nach vorn. Durch eine Umlenkung verdoppele sich die Zugkraft nach hinten auf 100 kN bei halbierter Seillänge auf 25 Meter.

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Binz Automotive, Einsatzfahrzeughersteller aus Ilmenau, realisiert die Aufbaukonstruktion in seinem Plauener Werk mittels einer Aluminiumstruktur, die sowohl Langlebigkeit als auch zuverlässigen Korrosionsschutz gewährleisten soll. Die Aluprofilbauweise soll das Eigengewicht reduzieren und gleichzeitig die verfügbare Nutzlast des 16-Tonners erhöhen. Der Kofferaufbau beherbergt maßgeschneiderte Verstausysteme für die Einsatzausrüstung.

Für THW hat der Fahrzeugbauer erstmals eine sogenannte Andockkabine in der größten Ausführung als Gruppenfahrerhaus hinter der Fahrerkabine verbaut. Sie soll sieben Plätze mit 70 Zentimeter Sitzabstand bieten und über USB-Steckdosen, Haltegriffe, Dreipunktgurte sowie Helm- und Funkgeräthalterungen verfügen. Über einen Verbindungstunnel können Fahrer- und Mannschaftskabine miteinander kommunizieren.

Als zentrale Einsatzfahrzeuge der THW-Bergungsgruppen sind die neuen GKW für verschiedene Zivilschutzeinsätze konzipiert - von Gebäudeeinstürzen über Hochwasser bis hin zu Großschadenslagen im In- und Ausland. An Bord befinden sich laut Angaben neben Werkzeugausstattung ein tragbarer Stromerzeuger, hydraulisches Großgerät und Pump- sowie Schlauchsysteme. Die Ausstattung soll es den THW-Helfern ermöglichen, große Lasten zu heben, Zugänge zu schaffen, einsturzgefährdete Gebäude zu sichern oder verschüttete Personen zu retten.

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