Wer übernimmt den Betrieb, wenn der Chef einmal aufhört? Viele Werkstattinhaber schieben diese Frage auf – doch ohne rechtzeitige Planung droht Stillstand. Warum eine frühe Weichenstellung entscheidend ist, und welche Faktoren zählen.
(Bild: FIX AUTO DEUTSCHLAND)
Die meisten Karosserie- und Lackierbetriebe sind echte Familienunternehmen – häufig über Generationen hinweg aufgebaut. Doch eines ist klar: Auch das stärkste Fundament gerät ins Wanken, wenn die Nachfolgefrage ungelöst bleibt. Der Schadenmarkt wird komplexer, die Anforderungen steigen. Da interessiert es einen potenziellen Nachfolger weniger, wie viele Generationen vor ihnen den Betrieb geführt haben – sondern ob das Unternehmen wirtschaftlich gesund ist, ob seine Mitarbeiter dort gern arbeiten und ob seine Kundenstruktur zukunftsfähig ist. Entsprechend wichtig ist es, rechtzeitig über die Zukunft nachzudenken: Wer übernimmt den Betrieb? Welche Strukturen müssen dafür geschaffen werden? Und wie lässt sich sicherstellen, dass das Lebenswerk erfolgreich weitergeführt wird?
„Klar ist: Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten auf diese Fragen. „Wichtig ist, dass sich Unternehmerinnen und Unternehmer frühzeitig Gedanken darüber machen, wie es mit der Firma ohne sie weitergehen kann, und sich dafür auf möglichst vielfältige Weise mit ihren Optionen auseinandersetzen“, betont Roy de Lange vom Franchise-System Fix Auto und ergänzt: „Auch wir als Netzwerk haben keinen Masterplan für Betriebsübergaben. Dennoch können wir aus anderen Märkten, wo Fix Auto schon viele solcher Betriebsübergaben mit begleitet hat, klare Erfolgsfaktoren ausmachen.“
In vielen Betrieben ist es noch heute so, dass der Betrieb läuft, solange der Chef läuft. Dabei ist die Abhängigkeit des Teams vom Unternehmer in mehrerlei Hinsicht kritisch. Schon im laufenden Tagesgeschäft entstehen Engpässe, sobald Chef oder Chefin krank oder im Urlaub sind. Hier ist das Problem oft hausgemacht, weiß Roy de Lange: „In vielen Betrieben, die wir sehen, gibt es keine Zwischenebene, die entsprechend Verantwortung übernimmt. Und dann landet natürlich alles ungefiltert im Chefbüro – und führt häufig zur völligen Überlastung.“ Sicher ein eher abschreckendes Beispiel für viele Interessenten, denn wer möchte schon wie der aktuelle Chef 18 Stunden im Betrieb arbeiten?
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Wenn gesichert ist, dass die Teamleiter den vollen Überblick haben und 80-90 Prozent der Fragen aus der Werkstatt klären, können die Chefin bzw. der Chef sich auf die Arbeit am Betrieb konzentrieren: Dazu gehört es beispielsweise, die relevanten Kennzahlen auszuwerten und entsprechende Maßnahmen für Vertriebsaktivitäten abzuleiten oder eben auch die Unternehmensübergabe zu planen. Die Einführung klarer Strukturen und bewährter Prozesse hilft dabei, den Betrieb unabhängiger vom Inhaber zu machen. Diese Schritte erleichtern sowohl das aktuelle Tagesgeschäft als auch eine spätere Übergabe.
2. Wirtschaftliche Transparenz herstellen
Ein Betrieb, der wirtschaftlich gesund dasteht, ist einfacher zu übergeben – ob innerhalb der Familie oder an einen externen Käufer. Wer nur vage weiß, wie der eigene Betrieb leistet, verschenkt Verhandlungsspielraum.
Deshalb gilt: Kennzahlen wie Effizienz, Betriebsergebnis, Auslastung oder Zykluszeiten sollten regelmäßig gemessen werden – und das Unternehmen auf Basis dieser Daten gesteuert. Das schafft nicht nur ein besseres Ergebnis im laufenden Betrieb, sondern macht den Wert des Unternehmens transparent.
Wer seinen K&L-Betrieb anhand von Kennzahlen aktiv steuert, wie es beispielsweise die Unternehmerinnen und Unternehmer im Fix Auto-Netzwerk tun, erzielt im Schnitt höhere Effizienz- und Wachstumsraten als der Marktdurchschnitt. Die Verfügbarkeit entsprechender Daten wie auch die bessere Performance sind ein Pluspunkt bei jeder Übergabe.
Die Schadensteuerung wird auch hierzulande weiter zunehmen. Das zeigen internationale Trends genauso wie die aktuellen Marktentwicklungen in Deutschland. Daraus resultiert, dass immer weniger Auftraggeber im Versicherungs- und Flottenbereich über immer größere Mengen an Reparaturvolumen entscheiden. Betriebe des Fix Auto-Netzwerks sind feste Partner der großen Schadensteuerer, denn diese schätzen die Transparenz und Performance der Franchise-Partner. Als Teil von Fix Auto erhöhen Betriebe somit auch ihre Attraktivität für potenzielle Käufer: Sie sind nämlich nicht nur bereits Partner der großen Auftraggeber, sondern pflegen auch die Kontakte zu den regionalen Vermittlern. Zudem sind auch ihre internen Prozesse auf die Arbeit mit Schadensteuerern so ausgelegt, dass sie profitabel zu den entsprechenden Konditionen arbeiten können.
4. Einen Partner an der Seite haben
Eine Nachfolge bedeutet für viele Inhaber den eigenen Betrieb loszulassen – und gerade für Nachfolger aus dem betrieblichen oder familiären Umfeld einen großen Schritt, die Verantwortung zu übernehmen. Externe Begleitung kann dabei Sicherheit geben. Für den sächsischen Unternehmer Marco Böge war dies der ausschlaggebende Aspekt, dem Fix Auto-Netzwerk beizutreten. Denn für seinen Betrieb möchten er rechtzeitig die Nachfolge klären und der dann folgenden Geschäftsführung eine stabile und zukunftsfähige Basis überlassen. „Die Betriebsnachfolge tritt vielleicht mein Sohn an, oder aber eine der jetzigen Führungskräfte übernimmt. Die Konstellation mit Fix Auto erleichtert aus meiner Sicht den Einstieg in das Geschäft.“ Fix Auto arbeitet in 5-Jahres-Partnerschaften. Das sorgt auch nach einem Inhaberwechsel für Kontinuität: Prozesse sind bekannt, Ansprechpartner bleiben gleich, und die neue Führungskraft erhält Unterstützung von erfahrenen Betriebsberatern.
Gibt es im direkten Umfeld keinen potenziellen Nachfolger kann die Mitgliedschaft in einem Netzwerk zudem dabei helfen, einen geeigneten Käufer extern zu finden – sei es durch bestehende Kontakte oder zum Beispiel einen angrenzenden Franchise-Partner.
(Bild: FIX AUTO DEUTSCHLAND)
5. Genügend Vorlauf einplanen
Nachfolge ist kein Projekt für die letzten zwölf Monate im eigenen Betrieb. „Wer rechtzeitig plant – idealerweise fünf bis zehn Jahre im Voraus – verschafft sich Handlungsspielraum“, unterstreicht Roy de Lange. Ob Übergabe an die Familie, Verkauf oder Einstieg in ein Netzwerk, seine Empfehlung lautet: „Je früher Strukturen geschaffen werden, desto reibungsloser verläuft der Übergang.“ Diesen Weg gehen auch Heike und Thomas Ley von Fix Auto Leverkusen. „Wir möchten in acht bis zehn Jahren in den Ruhestand gehen und haben glücklicherweise einen Lackiergesellen, der Interesse an der Übernahme zeigt“, berichtet Thomas Ley. „Fix Auto unterstützt uns dabei, die nächsten Schritte klar zu definieren – von Meisterschule über wachsende Verantwortung im Betrieb bis hin zu individuellen Coachings mit dem Betriebsberater. Und es sorgt dafür, dass wir kontinuierlich am Thema dranbleiben – etwas, das im Tagesgeschäft sonst leicht untergehen würde.“
Fazit: Zukunft sichern statt abwarten
Nachfolge ist kein akutes, aber ein drängendes Thema. Der Unfallschadenmarkt verändert sich rasant – wer nicht aktiv handelt, riskiert, von den Entwicklungen überholt zu werden. Unternehmer, die ihre Nachfolge früh planen, schaffen Klarheit für sich, Sicherheit für ihre Mitarbeitenden und Vertrauen bei Geschäftspartnern. Roy de Lange bringt es auf den Punkt: „Ihr Betrieb ist Ihr Lebenswerk. Warten Sie nicht, bis Druck entsteht: Sorgen Sie heute für Strukturen, die Ihr Unternehmen unabhängig, wirtschaftlich attraktiv und zukunftsfähig machen.“ Wer die Nachfolge als strategisches Projekt versteht, stellt sicher, dass auch die nächste Generation auf einem starken Fundament mit besten Voraussetzungen aufbauen kann.
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