Gigacasting Potenziale des Gigacastings für die Karosseriefertigung von morgen

Quelle: FEV 2 min Lesedauer

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Gemeinsam mit 18 globalen Partnern aus der Automobil- und Metallindustrie hat FEV im Projekt MeGiCast die Potenziale des Gigacastings untersucht. Hierfür wird ein Vorderwagen in Gigacasting-Bauweise analysiert und mit einem modernen Multi-Material-Ansatz verglichen.

Die Konsortialpartner von MeGiCast analysieren einen Vorderwagen in Gigacasting-Bauweise und vergleichen ihn mit einem modernen Multi-Material-Ansatz. (Bild:  FEV)
Die Konsortialpartner von MeGiCast analysieren einen Vorderwagen in Gigacasting-Bauweise und vergleichen ihn mit einem modernen Multi-Material-Ansatz.
(Bild: FEV)

Der Aluminium-Druckguss ganzer Baugruppen ermöglicht eine effiziente Fertigung und reduziert Entwicklungs- sowie Produktionszeiten. FEV geht diesen Ansatz einen Schritt weiter und entwickelt hochintegrierte Karosseriedesigns, die erhebliche Einsparungen bei Kosten, Gewicht und CO2-Emissionen erzielen können. Die eingesetzten hybriden Fertigungstechnologien könnten mit einer Gewichtseinsparung von bis zu 18 Prozent die nächste Evolutionsstufe des Gigacastings darstellen.

Die Konsortialpartner von MeGiCast analysieren einen Vorderwagen in Gigacasting-Bauweise und vergleichen ihn mit einem modernen Multi-Material-Ansatz. Neben technologischen Aspekten und dem Gewichtsvergleich umfasst das Projekt auch eine CO2-Analyse. Eine Wirtschaftlichkeitsbewertung und ein umfassendes Lifecycle-Assessment (LCA) komplettieren die Untersuchungen.

Bauteilreduktion für effiziente Fertigung

„FEV arbeitet kontinuierlich an innovativen, integrierten Designansätzen, die sowohl kundenrelevante Anforderungen an Sicherheit und Qualität als auch produktionstechnische Aspekte berücksichtigen“, erklärt Christian Kürten, Managing Director von FEV Vehicle. „Dazu gehören unter anderem eine vereinfachte Montage, eine reduzierte Variantenvielfalt sowie eine optimierte Kostenstruktur in der Fertigung.“ FEV verfolgt die Philosophie, möglichst viele Funktionen direkt in die Fahrzeugstruktur zu integrieren, um eine maximale Effizienz zu erreichen. Ein ganzheitlicher Leichtbauansatz unter Berücksichtigung technologischer und wirtschaftlicher Faktoren spielt dabei eine zentrale Rolle. Gigacasting ist eine von mehreren Schlüsseltechnologien, um diese anspruchsvollen Ziele zu realisieren.

Vorderwagen aus drei Komponenten ist bis zu 18 Prozent leichter

Zur Umsetzung dieses Designs hat FEV eine hybride Fertigungstechnik entwickelt. Dabei werden großflächige Blechbauteile für flächige Strukturen genutzt, auf die im Gussverfahren Versteifungen aufgebracht werden. Diese Kombination vereint die Vorteile beider Herstellungsverfahren. Das Ergebnis ist ein Vorderwagen aus drei Komponenten, der im Vergleich zu einer rein auf Gigacasting basierenden Variante bis zu 18 Prozent leichter ist. Die Bauteilreduktion bringt offensichtliche Vorteile mit sich, stellt die Industrie jedoch auch vor Herausforderungen. Diese ergeben sich nicht nur aus der Komplexität der Gussteile, sondern auch aus hohen Investitionskosten, Fertigungsanforderungen und Fragen zur Lebensdauer. „Letztlich müssen Design-, Kosten- und Nachhaltigkeitsaspekte in einem ausgewogenen Verhältnis stehen“, sagt Dr. Hagen Wegner, Director von FEV Consulting.

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