Unterbodenschutz und Hohlraumkonservierung
Schrittweise Umweltschutz
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Im Unterbodenschutz und bei der Hohlraumkonservierung sind lösemittelfreie Produkte auf dem Vormarsch. Es gibt aber Gründe, warum Anwender in Produktion und Werkstatt noch nicht ganz auf lösemittelhaltige Produkte verzichten wollen oder können.
Flüchtige organische Verbindungen (Volatile Organic Compounds, VOC) sind bis heute Bestandteil vieler Lacke, Hohlraumkonservierungen (HRK) und Unterbodenschutz(UBS)-Beschichtungen. VOC riechen nicht nur unangenehm, sondern können auch schwere Gesundheitsschäden verursachen, wie zum Beispiel Haut- und Augenreizungen, Nierenschäden, Atemprobleme, sowie kognitive Funktionen des Menschen beeinträchtigen. Zurecht unterliegen diese Lösemittelemissionen heute in der EU strengen Vorschriften, etwa in Form der „Richtlinie zur Begrenzung von Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) (1999/13/EG)“. Aber auch Umweltschutzpläne von Staaten und Kommunen oder freiwillige Regelwerke wie das Umweltmanagement-Gütesiegel der Europäischen Union EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) treiben eine sukzessive Reduzierung der (Lösemittel-)Emissionen der Unternehmen voran. Trotz dieses auf Vermeidung ausgelegten Rechtsrahmens setzen Hersteller in der Produktion von Transportern, Lkw und Bussen zum Teil immer noch lösemittelhaltige Produkte für die HRK und den UBS ein. Die meisten der von F+K angefragten OEMs wollten sich dazu nicht äußern.
Lediglich Volkswagen gibt an, dass im polnischen Transporter-Werk Września bei den Korrosionsschutzprozessen Stoffe mit einem sehr geringen VOC-Gehalt verwendet würden – bei der HRK ein Öl-Wachs-Produkt mit etwa 0,1 % VOC und im UBS ein PVC-basiertes Produkt mit etwa 3 % VOC, was deutlich unter dem Wert herkömmlicher Lösemittelprodukte liege. Diese können im Extremfall bis zu 80 % Lösemittelanteil aufweisen. Allerdings setzen viele Lkw- und Bushersteller inzwischen Mischprodukte mit einem reduzierten Lösemittelanteil von 30 bis 40 % und 60 bis 70 % Festkörperanteil ein, sodass der Lösemittelanteil in HRK- und UBS-Produkten insgesamt sukzessive zurückgeht.
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