Wirtschaft Bericht: Foxconn und Tesla könnten bei Nissan einsteigen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Financial Times berichtet über eine mögliche Beteiligung von Tesla und Foxconn am kriselnden Autobauer. In Japan wird dieser Plan begrüßt.

Nissan-CEO Makoto Uchida sucht mit Nachdruck neue Investoren. Mit Honda konnte er sich nicht einigen. Nun gibt es Gerüchte über Tesla und Foxconn als Investoren.(Bild:  Nissan)
Nissan-CEO Makoto Uchida sucht mit Nachdruck neue Investoren. Mit Honda konnte er sich nicht einigen. Nun gibt es Gerüchte über Tesla und Foxconn als Investoren.
(Bild: Nissan)

Der US-Elektroautokonzern Tesla könnte laut einem Zeitungsbericht womöglich schon bald beim kriselnden japanischen Autokonzern Nissan einsteigen. Eine hochrangige Gruppe von Japanern, der auch ein ehemaliger Premierminister angehöre, habe Pläne für eine Beteiligung des E-Auto-Herstellers an Nissan ausgearbeitet, schreibt die Financial Times (FT) am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Jüngst waren Fusionsgespräche zwischen Nissan und dem heimischen Rivalen Honda gescheitert.

Der neue Vorschlag unter Leitung des ehemaligen Tesla-Verwaltungsratsmitgliedes Hiro Mizuno werde von Japans Ex-Premierminister Yoshihide Suga und seinem ehemaligen Berater Hiroto Izumi unterstützt, heißt es weiter in der FT. Die Gruppe hoffe, dass Tesla ein strategischer Investor werde und gehe auch davon aus, dass der US-Konzern Interesse an Nissans Fabriken in den USA habe. Denn: Diese Fabriken würden Tesla helfen, die heimische Produktion als Reaktion auf die Zolldrohungen des neuen US-Präsidenten Donald Trump zu stärken.

Teil des Vorhabens könne eine Minderheitsbeteiligung durch den taiwanesischen Apple-Zulieferer Foxconn sein, zitiert dpa aus dem Medienbericht.

Honda weiter an Nissan interessiert

Die neuen Erwägungen für die Zukunft Nissans folgen kurz auf den Abbruch von Fusionsgesprächen mit Honda. Die japanischen Autobauer hatten eigentlich gehofft, sich gemeinsam besser gegen das schwächelnde Geschäft in China sowie die erstarkende Konkurrenz im wachsenden Elektroautomarkt wehren zu können. Japanische Automobilhersteller sind in diesem Bereich global ins Hintertreffen geraten.

Zuletzt hieß es, Honda sei nach wie vor an einer Zusammenarbeit interessiert – jedoch nicht so lange Makoto Uchida CEO des Wettbewerbers bleibe. Nissan leidet unter schwachen Umsätzen, Überkapazitäten und einer veralteten Modellpalette.

An Nissan ist der französische Autobauer Renault beteiligt. Allerdings ist die Stimmung zwischen Renault und Nissan angesichts zunehmender Rivalitäten und gegenseitiger Verdächtigungen schon länger getrübt. Renault hatte deshalb die 1999 geschmiedete Allianz teilweise aufgelöst und verkaufte zuletzt sukzessive Nissan-Anteile. Aktuell halten die Franzosen aber immer noch knapp 36 Prozent an dem japanischen Automobilhersteller.

(ID:50329549)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung