Quartalszahlen US-Konzerne leiden unter Trumps Zollpolitik

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Zölle sind nicht gut fürs Geschäft – dass diese Aussage keine Glaubensfrage ist, zeigen die Bilanzzahlen von General Motors und Harley-Davidson. Die Gewinnaussichten gehen in den Keller. Mercedes-Benz reagiert auf seine Weise.

Schädigt mit seiner Zollpolitik die Gewinne der Autobauer: US-Präsident Donald Trump.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Schädigt mit seiner Zollpolitik die Gewinne der Autobauer: US-Präsident Donald Trump.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump und die Unsicherheiten im Welthandel schlagen sich in den Bilanzen von US-Konzernen nieder. Der US-Autobauer General Motors (GM) meldete wie der Motorradhersteller Harley-Davidson negative Auswirkungen der Zollpolitik, selbst die Burgerkette McDonald's bekommt die Verunsicherung von Kunden im Zuge der aktuellen Wirtschaftslage zu spüren.

General Motors rechnet mit Belastungen in Milliardenhöhe durch die US-Zölle und senkte die Gewinnprognose kräftig. Selbst nach den jüngst beschlossenen Erleichterungen für eingeführte Autoteile dürften die Zölle den Konzern noch 4 bis 5 Milliarden US-Dollar kosten, schrieb Konzernchefin Mary Barra in einem Brief an die Aktionäre.

Den Jahresausblick für den um Sonderposten bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern kappte die GM-Chefin auf 10 bis 12,5 Milliarden Dollar (8,83 Mrd. bis 11,06 Mrd. Euro). Bislang hatte der Autobauer aus Detroit mit bis zu 15,7 Milliarden Dollar operativem Ergebnis kalkuliert.

Mercedes investiert in Fertigung in den USA

Mercedes-Benz will angesichts der US-Importzölle ein weiteres Modell in seinem US-Werk bauen. Ab 2027 solle in Tuscaloosa (Alabama) ein neues, auf US-Kunden angepasstes Fahrzeug im Mittelklasse-Segment produziert werden, teilte Mercedes am Donnerstag, 1. Mai, mit. Die Stuttgarter wollen damit nach eigenem Bekunden auch ihr Bekenntnis zum US-Markt unterstreichen. Dieses „Core“ genannte Segment mit Modellen wie der E-Klasse und dem Kompakt-SUV GLC ist für Mercedes mengenmäßig am bedeutendsten. Welches Modell konkret in Tuscaloosa neu hergestellt werden soll, teilte Mercedes nicht mit.

Konzernchef Ola Källenius hatte am Vortag zur Zahlenvorlage bereits in Aussicht gestellt, in den USA expandieren zu wollen. „Es ist ein natürlicher Schritt, ein weiteres Modell nach Alabama zu bringen“, sagte Källenius laut Mitteilung. „Dies ist Teil unserer Strategie, unser Engagement in den Vereinigten Staaten zu vertiefen“. Vergangenes Jahr liefen in Tuscaloosa rund 260.000 Autos vom Band. Verkauft hat Mercedes auf dem wichtigen US-Markt insgesamt knapp 325.000 Pkw.

Harley-Davidson fürchtet EU-Zölle

Harley-Davidson zog „aufgrund der unsicheren globalen Tarifsituation und der makroökonomischen Bedingungen“ den Finanzausblick für das Gesamtjahr 2025 zurück. Dieser stammte vom 5. Februar dieses Jahres. Die Ergebnisse für das erste Quartal hätten in vielen Bereichen über den Erwartungen gelegen, während die Einzelhandelsumsätze in den USA schwächer ausfielen als erwartet, teilte das Unternehmen in Milwaukee mit.

„Wir konzentrieren uns weiterhin darauf, das schwierige wirtschaftliche und tarifliche Umfeld zu meistern, indem wir unsere Maßnahmen zur Steigerung der Kostenproduktivität, zur Reduzierung der Lieferkette, zur strikten Kontrolle der Betriebskosten und zum Abbau der Händlerbestände gewissenhaft umsetzen“, betonte Harley-Davidson-Chef Jochen Zeitz. Harley-Davidson gehört zu den US-Firmen, die von möglichen EU-Gegenzöllen betroffen sein könnten.

McDonald's spürt Verunsicherung von Kunden

Selbst bei McDonald's sorgen verunsicherte Kunden wegen der Wirtschaftslage weiterhin für Belastungen. Auf vergleichbarer Basis sank der Erlös im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent, wie der US-Konzern in Chicago mitteilte. Konzernchef Chris Kempczinski sprach von schwierigsten Marktbedingungen. Die Verbraucher von heute hätten mit Unsicherheiten zu kämpfen.

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