Gefälschte Rechnungen Zoll warnt Autohändler vor Phishing-Mails

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Vor einer dreisten Betrugsmasche warnt aktuell die Generalzolldirektion die Autohändler. Danach erhalten diese vermehrt gefälschte Rechnungen von unterschiedlichen Zollämtern.

Aktuell erhalten Autohändler bundesweit gefäschte Mails mit Zahlungsaufforderungen für Autos, die sie über die Autionsplattform ersteigert haben. (Bild:  ProMotor)
Aktuell erhalten Autohändler bundesweit gefäschte Mails mit Zahlungsaufforderungen für Autos, die sie über die Autionsplattform ersteigert haben.
(Bild: ProMotor)

Mit Phishing-Mails verschicken aktuell Betrüger bundesweit an Autohändler Rechnungen für angebliche Käufe aus Zollauktionen. Einzelne Händler seien bereits darauf hereingefallen.

In einem Rundschreiben an seine Landesverbände informiert der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) über die Warnung der Generalzolldirektion.

Die gefälschten Zahlungsaufforderungen sind für getätigte Käufe auf der Plattform Zoll-Auktion. Die Kriminellen nutzen dafür E-Mail-Adressen nach folgendem Muster: kontakt@zoll-STADTXY.de. Der Zoll nutzt jedoch ausschließlich die E-Mail-Domains-Endungen „@zoll.bund.de“, „@zoll.de“ und „@zoll-auktion.de“.

Bisher bekannt sind dem Zoll zudem die Phishing-Domains www.zoll-bremen.de, www.zoll-giessen.de und www.zoll-iserlohn.de. Diese sind alle gefakt.

Angeschrieben werden bislang nur Gewerbetreibende, wobei der Autohandel im besonderen Visier der Täter steht. Die Generalzolldirektion hat bereits Strafanzeige gestellt.

Vorgehensweise der Betrüger

Um den Betrug möglichst gut zu tarnen, wird für die jeweilige Domain durch den Betreiber entweder eine Weiterleitung auf die Website Zoll-Auktion.de eingerichtet oder sie führt zu einer täuschend echten Nachbildung der Homepage Zoll.de, die falsche Kontaktdaten (Telefonnummer und E-Mail-Adresse) enthält, warnt die Generalzolldirektion aus Bonn.

Wer diese Telefonnummern anruft, erhält in der Regel kurz darauf einen Rückruf von einem angeblichen Mitarbeiter des Hauptzollamts, der die Richtigkeit der Rechnung bestätigt. „Die E-Mails sind unterschiedlich ausgestaltet und enthalten teilweise auch täuschend echt aussehende gefälschte Rechnungen mit Zahlungsaufforderungen im PDF-Format mit Zoll-Logos und einem Überweisungsträger, dessen IBAN zu einem Konto einer deutschen Bank führt“, warnt der Zoll.

Überweisungsdaten bei Auktionen des Zolls seien jedoch ausschließlich über die Anwendung Zoll-Auktion abrufbar und werden vom Zoll nicht per Mail versendet. Bei Auktionsende erhält der Gewinner der Auktion lediglich die Benachrichtigung, sich in sein persönliches Nutzerkonto einzuloggen, um seine Zahlungsdaten abrufen zu können.

Zoll verschickt keine Rechnungen per Mail

Wer verdächtige Zahlungsaufforderung und Mails vom Zoll erhält sollte sich direkt beim Zoll melden. Weitere Informationen dazu und Kontaktdaten finden sich auf Zoll.de.

Informationen zum Erkennen von Phishing-Mails bietet auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

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