Vier neue Modelle von Carado Antworten auf die Konkurrenz im eigenen Lager

Von sp-x 3 min Lesedauer

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Bei knappen Abmessungen möglichst viel in einen Camper-Van oder ein Wohnmobil reinzupacken, war die Zielsetzung für die Carado-Neuheiten zum neuen Modelljahr 2026. Eine Treppe und ein Klappbett spielen dabei wichtige Rollen.

Carado stellt sich neu auf.(Bild:  Carado)
Carado stellt sich neu auf.
(Bild: Carado)

Wenn einem schon im eigenen Lager Konkurrenz erwächst, sollte man aktiv und im besten Falle auch kreativ werden. Unter dieser Prämisse handelt zumindest die Wohnmobil-Einsteigermarke Carado aus der Erwin-Hymer-Gruppe (EHG), nachdem die Konzernspitze mit Corigon eine neue Marke mit ähnlicher Ausrichtung am unteren Ende des Preisspektrums an den Start schickt.

Carado kontert gleich mit vier, zum Teil pfiffigen Neuheiten, die auf dem Düsseldorfer Caravan-Salon ihre Premiere feiern werden: ein 5,40-Meter-Camper-Van mit ungewöhnlichem Grundriss, ein schmaler Van-Aufbau mit einem Klappbett und zwei Teilintegrierte, einer im Sechs-Meter-Format mit zwei Doppelbetten, und ein Sieben-Meter-Fahrzeug mit fünf Gurt- und Schlafplätzen.

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Bequeme Treppe für 60.000 Euro

Urban Camper, sprich: Campingbusse ohne Waschraum und Toilette, sind mit stark rückläufigen Zulassungszahlen zwar die großen Verlierer der Saison, kompakte Fahrzeuge und Camper-Vans bleiben aber stark gefragt und sind nach wie vor die beliebteste Wagengattung. Dass es selbst in der kleinsten Ausgabe des Fiat Ducato noch interessante Alternativen zum Querbett-Mainstream-Grundriss gibt, beweist Carado mit dem CV 541 Plus zu einem Basis-Preis von 60.000 Euro.

Das Unternehmen aus Leutkirch im Allgäu verzichtet auf fest installierte Betten im Wohnraum und verbannt bei dem Kastenwagen mit kurzem Radstand das Doppelbett unter das große Aufstelldach. Der Clou dabei: Das Schlafzimmer im ersten Stock muss nicht über eine Trittleiter erklommen werden, sondern es führt ein richtiger bequemer Treppenaufgang nach oben, ähnlich wie es aktuell nur die große Premium-Schwester Hymer in ihrem sündhaft teuren Mercedes-Sprinter-Modell Vision Venture verwendet. Nachteil: Die Treppe verhindert den sonst üblichen direkten Durchgang vom Wohnraum zur Fahrgastzelle.

Dafür gibt es im Heck eine bequeme Sitzgruppe mit zwei Längssofas und jede Menge Stauraum unter anderem in den Treppenstufen. Natürlich ist auch ein Küchenblock sowie ein Bad mit Klappwaschbecken und Banktoilette an Bord. Der CV 541 aus der insgesamt acht Grundrisse umfassenden Plus-Baureihe ist für zwei Personen ausgelegt, kann aber mit einer Zweierbank im Cockpit auf der Beifahrerseite optional auch als Dreisitzer bestellt werden.

Klappen statt Heben

Eine bisher einmalige Lösung für mehr Wohnkomfort im kompakten Segment für aufgebaute Fahrzeuge bietet Carado auch für den 2,14 Meter schmalen, teilintegrierten Van V347 auf Basis des Citroën Jumpers an. Das „Clever-Lift Bett“ wird, wie man es früher vielleicht von Studentenbuden kannte, aus der seitlichen Wand neben der Eingangstür herausgeklappt. Eine etwas einfachere Lösung als ein Hubbett, aber genauso bequem und einfach zu händeln. Ein Vorteil: Im eingeklappten Zustand bleibt die Stehhöhe im vorderen Fahrzeugbereich erhalten. Als Ergänzung für die Einzelbetten im Heck dient die 1,96 Meter lange und 91 Zentimeter breite Koje allerdings nur für eine Einzelperson. Der Preis für den sieben Meter langen Van beträgt 55.800 Euro.

Auch die beiden Teilintegrierten-Neuheiten versuchen möglichst viel in beengten Räumlichkeiten unterzubringen. So bieten die Allgäuer den Grundriss T135 mit seitlich angeschlagenem, am Fußende aber stark abgeschrägten Doppelbett optional für 1.600 Euro Aufpreis mit einem zusätzlichen Hubbett an. Damit können in der kleinsten, nur sechs Meter langen Variante des T-Modells bis zu vier Personen übernachten. Der Grundpreis auf Basis des Citroën Jumper mit 103 kW/140 PS beträgt 58.100 Euro. Wer lieber den Fiat Ducato als Untersatz bevorzugt, muss mit einem Aufschlag von 1.200 Euro rechnen. Natürlich sind auch die stärkere 180-PS-Version sowie Automatik gegen entsprechende Aufpreise erhältlich.

Eine Ergänzung der Teilintegrierten-Baureihe ist das Modell Carado T328, das in der Citroën-Version ab 60.700 Euro angeboten wird. Durch eine angepasste Raumaufteilung und den platzsparenden Kühlschrank mit 137 Litern Volumen ist es gelungen, einen optionalen fünften Sitzplatz mit Gurt unterzubekommen. So wird das Sieben-Meter-Fahrzeuge zu einem echten Familien-Wohnmobil für bis zu fünf Personen, was bislang nur in den größeren 7,41 Meter langen Modelle dargestellt werden konnte.

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