Landesverbandstag in Baden-Württemberg Baden-Württemberg bietet eine neue Landesinnungsmeisterin und viel KI

Von Jürgen Klasing 3 min Lesedauer

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Michaela Müller wurde bei der Mitgliederversammlung im Rahmen des Landesverbandstags als Nachfolge von Frank Jensen gewählt. Sie steht sinnbildlich für die moderne Zukunft des Handwerks. Ihre Wahl passte somit auch zum digitalen Schwerpunkt der restlichen Veranstaltung.

Die neue Spitze im Landesverband BW: (v.l.n.r.) Stellvertretender Landesinnungsmeister Christian Helfert, Landesinnungsmeisterin Michaela Müller und stellvertretender Landesinnungsmeister Frank Jensen.(Bild:  Jürgen Klasing)
Die neue Spitze im Landesverband BW: (v.l.n.r.) Stellvertretender Landesinnungsmeister Christian Helfert, Landesinnungsmeisterin Michaela Müller und stellvertretender Landesinnungsmeister Frank Jensen.
(Bild: Jürgen Klasing)

Nach fast dreijähriger Pause fand Anfang November wieder die Jahrestagung der Karosserie- und Fahrzeugbauer in Böblingen statt. Im Karosserie- und Lackier-Zentrum der Autohaus Weeber GmbH wurde die Finishhalle für die Mitgliederversammlung umgestaltet. Im Bereich der Vorbereitungs- und Montageplätze konnten über 30 Fachaussteller mit ihren Produkten und Dienstleistungen Platz finden.

In der Mitgliederversammlung am Freitag begrüßten Landesinnungsmeister Frank Jensen und die Geschäftsführerin Isabel Jörg ihre Karosserie- und Fahrzeugbauer-Kollegen. Die Delegierten verfolgten den Bericht des Landesinnungsmeisters, der dabei die Messe NUFAM in Karlsruhe und die zweitägige Tour der „Junge Innung Baden-Württemberg“ hervorhob. Außerdem dankte Frank Jensen seiner Geschäftsführerin für die sehr gute Vorbereitung des Landesverbandstages, erfolgreichen Maßnahmen zur Digitalisierung in der Arbeit der Geschäftsstelle und die gelungene Öffentlichkeitsarbeit für das Berufsbild der Karosserie- und Fahrzeugbauer.

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Der Kassenbericht, die Jahresrechnung und der Haushaltsplan 2026, sowie die vorgeschlagenen Satzungsänderungen wurden vorgetragen und einstimmig genehmigt.

Nun folgte die Neubesetzung der Ausschüsse und die Wahl des Landesinnungsmeisters. Dazu stellte sich die Karosseriebaumeisterin Michaela Müller vor, die mit ihrer Schwester in Marbach am Neckar einen K+L-Betrieb führt. Frank Jensen der dieses Amt seit neun Jahren ausgeübt hat, freute sich über eine Kandidatin mit „Herzblut“ für das Handwerk. In der anschließenden Wahl wurde Michaela Müller als Landesinnungsmeistererin, sowie Frank Jensen und Christian Helfert als stellvertretende Landesinnungsmeister einstimmig gewählt.

Alle Teilnehmer freuten sich, mit Müller jetzt eine Frau an der Verbandsspitze begrüßen zu dürfen, die als erfahrene Karosseriebauerin frischem Schwung in das Gremium bringt. Beim anschließenden Begrüßungsabend tauschten sich die Kolleginnen und Kollegen, Aussteller und andere Verbandsvertreter lebhaft und unterhaltsam aus.

Mensch-Maschine-Möglichkeiten im Fokus

Bereits gegen 9 Uhr am Samstag füllte sich in das K+L-Zentrum Weeber. Nach der Begrüßung durch Frank Jensen, sprach der Geschäftsführer der Autohaus Weeber GmbH, Andreas Weeber, zu den Besuchern und dankte für die Durchführung des Events in seinem Fachbetrieb. Das K+L-Zentrum in Böblingen führt für die acht anderen Autohäuser der Unternehmensgruppe viele K+L-Arbeiten aus.

Auch der ZKF-Hauptgeschäftsführer Thomas Aukamm begrüßte die Anwesenden und unterstrich die Bedeutung der Verbandsarbeit und des Austauschs. Dann wurden die drei Kollegen Arthur Mocarski, Frank Eisemann und Frank Jensen für ihr langjähriges, engagiertes Mitwirken in der Verbandsarbeit mit der silbernen Ehrennadel geehrt.

Ein weiterer Höhepunkt war die Podiumsrunde, die unter dem Thema Mensch-Maschine-Möglichkeiten stand. Das Thema Künstliche Intelligenz, kurz KI, und Digitalisierung betrifft die Fachwerkstätten, ihre Mitarbeiter und die Betriebsleitung zukünftig immer stärker. Welche Auswirkungen und wie die KI sich bemerkbar macht, stellte Ralf Schütte von der Trast Digital GmbH interaktiv dem Auditorium vor.

Anschließend zeigten Joshua Bücher und Nico Söhnlein von der Firma PDR.Cloud auf, welche Vorteile der digitale Werkstattprozess hat. In der anschließenden Diskussionsrunde stellten sie zusammen mit Vertretern der Schadensteuerer von Innovation Group und SPN sowie dem Geschäftsführer der Innung Südbayern, Robert Paintinger, einen offenen Ausblick auf bestehende und zukünftige Entwicklungen im digitalen Abwicklungsprozess eines Unfallschadens dar.

Dieser beginnt mit der Schadensmeldung, ersten Schadensbildern, einer Kalkulation und endet in der Reparaturfreigabe und der Kostenübernahme. Dabei sollen zukünftig alle Prozesse digital ablaufen, auch wenn verschiedene E-Mail- oder Telefon-Kontakte eingehen.

Im Anschluss an diese Runde konnten die Besucher noch die Fachausstellung besuchen oder das Netzwerk ausbauen. Am Nachmittag verabschiedete Frank Jensen die Besucher und freut sich auf ein Wiedersehen beim nächsten Landesverbandstag.

 (co)

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