Landesverbandstag Bayern Gelungenes Netzwerkevent mit E-Mobilitäts-Fokus

Von Konrad Wenz 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der bayerische Landesverbandstag fand in diesem Jahr in Bad Aibling beim K&L-Unternehmen Fabricar statt. Schwerpunkt der Veranstaltung war die E-Mobilität. Ein Thema, zu dem der Landesverbandstag teilweise überraschende Infos lieferte.

Landesinnungsmeister Thomas Schneider und Geschäftsführer Robert Paintinger begrüßten schon am Freitag etwa 50 Mitgliedsbetriebe zur diesjährigen Mitgliederversammlung. (Bild:  Otto - VCG)
Landesinnungsmeister Thomas Schneider und Geschäftsführer Robert Paintinger begrüßten schon am Freitag etwa 50 Mitgliedsbetriebe zur diesjährigen Mitgliederversammlung.
(Bild: Otto - VCG)

Schon am Freitagmittag begrüßten Landesinnungsmeister Thomas Schneider und Geschäftsführer Robert Paintinger etwa 50 Mitgliedsbetriebe zur diesjährigen Mitgliederversammlung. Und auch aus Nordrhein-Westfalen waren Gäste zugegen: So gab ZKF-Präsident Arndt Hürter zu Beginn der Veranstaltung einen kurzen Einblick in die aktuellen Themen des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF).

Bildergalerie
Bildergalerie mit 9 Bildern

Bevor Robert Paintinger den Haushalt 2025 und 2026 vorstellte, nutzte Landesinnungsmeister Thomas Schneider die Gelegenheit, auf die enorme Bedeutung des Landesverbandstag für die Innung Südbayern hinzuweisen. Es sei unbedingt notwendig die Veranstaltung auf dem heutigen Niveau zu halten, besser weiter auszubauen. „Wir haben in diesem Jahr 41 Aussteller, die mit ihren Standgebühren nicht nur den Verbandstag, sondern eben auch die Innung finanziell unterstützen“, führte Schneider aus. Aufgrund der sinkenden Mitgliederzahlen sei es wichtig, den Landesverbandstag weiter auszubauen, ergänzte Robert Paintinger.

Schneider und Paintinger appellierten eindringlich an die Mitgliedsbetriebe, den Landesverbandstag zu besuchen und die Möglichkeiten zu nutzen, die diese Veranstaltung bietet. „Ihr habt nicht viele Gelegenheiten beispielsweise mit dem Prozessverantwortlichen der HUK abends mal ein Bier zu trinken“, unterstrich Paintinger.

K&L-Unternehmer Peter Vogel, der ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen als Gastredner vor Ort war, erläuterte, wie er in seinem Unternehmen Unfallersatzfahrzeuge kalkuliert. Er hat sich selbst als Kfz-Sachverständiger zertifizieren lassen und legte dar, dass je nach Region die Schwacke- oder Fraunhofer-Vorgaben nicht ausreichend seien. Sein Vortrag löste eine rege Diskussion aus.

Im Anschluss gab Tonny van de Wiel von BRS Europe einen Einblick in den Aufbau von funktionierenden Netzwerken. Dabei zeigte er auf, welche Netzwerke insbesondere in Deutschland existieren und wie sich diese zusammensetzen.

Für den Abend hatte der Landesinnungsverband in das Hotel Höhensteiger in Rosenheim eingeladen. Hier gab es bei einem gemütlichen Beisammensein mit Speis und Trank reichlich Gelegenheiten zum Netzwerken.

Experten-Panels sehen E-Mobilität auf dem Vormarsch

Der Samstag startete mit dem Besuch der Ausstellung im CO2-neutralen K+L-Betrieb Fabricar in Bad Aibling. In seiner Begrüßungsrede gab Landesinnungsmeister Thomas Schneider einen Überblick zu den aktuellen Herausforderungen der Karosserie- und Fahrzeugbauerbranche.

In zwei „Paneltalks“ ging Robert Paintinger mit insgesamt acht Talk-Gästen auf den diesjährigen Schwerpunkt E-Mobilität ein. Im ersten Talk ging es um die künftige Entwicklung dieses Geschäftsfelds, das von Deutschlands NIO-Chef David Sultzer, dem Prozessleiter der DAT, Hendrik Pötter, dem Leiter Prozessmanagement der HUK Coburg, Michael Schnapp und dem Geschäftsführer des AZT, Dr. Christian Sahr beleuchtet wurde.

In diesem Zusammenhang kamen auch alternative Antriebsarten zur E-Mobilität zur Sprache, beispielsweise Verbrennungsmotoren mit sogenannten E-Fuels. Dr. Christian Sahr wünschte sich, dass eine entsprechende Infrastruktur mit den zugehörigen Produktionskapazitäten in ausreichender Menge schaffen würde, bevor man mit der Forderung nach E-Fuels den Verbraucher zusätzlich verunsichere. Zudem sei es besser, die benötigte elektrische Energie direkt zu nutzen, als sie zunächst in die Herstellung von Kraftstoffen zu stecken.

Im zweiten Talk kamen dann die Werkstätten zur Sprache. Hier wurde deutlich, dass die E-Fahrzeuge keine Raketenwissenschaft sind. Die Werkstattvertreter vertraten einhellig die Meinung, dass es für K&L-Betriebe letztlich um die Karosserieinstandsetzung ginge. Allerdings sei es notwendig die Verbraucher richtig aufzuklären – das koste Zeit und Geld.

Das man aus dem Bereich auch deutlich mehr machen kann, zeigte Manuel Ruhfass, vom Autohaus Ruhfass. Der Unternehmer hat sich auf Hochvolt-Batterien spezialisiert und verkauft diese beispielsweise als Energiespeicher.

 (we)

(ID:50605939)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung