CNG-Antriebe Bis dass der Rost uns scheidet?

Von Steffen Dominsky 4 min Lesedauer

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Eigentlich ist die braune Pest bei der Hauptuntersuchung kein großes Thema mehr. Außer bei Erdgasautos. Diesen umweltfreundlichen Verbrenner degradiert sie nicht selten zum wirtschaftlichen Total­schaden. Der lässt sich aber manchmal abwenden.

Anders als bei Touran und Caddy hat VW beim Polo mit CNG-Antrieb die Flaschen in eine geschützte Kunststoffwanne gepackt. Rost an den Gasflaschen ist hier deshalb kein Thema.(Bild:  Volkswagen)
Anders als bei Touran und Caddy hat VW beim Polo mit CNG-Antrieb die Flaschen in eine geschützte Kunststoffwanne gepackt. Rost an den Gasflaschen ist hier deshalb kein Thema.
(Bild: Volkswagen)

Früher kannte ihn jeder Autobesitzer, den Spruch in obiger Überschrift. Da gingen Schraubenzieher und Hämmerchen bei der Hauptuntersuchung beim kritischen Kontakt mit dem Blech nicht selten im gleichen Maß gen Innenraum wie die Augenbrauen des Prüfers nach oben. Zum Glück wurden solche Szenen im Laufe der Jahre seltener. Doch ausgestorben ist das unschöne Ergebnis des Kontakts von Stahl mit Sauerstoff und Wasser nicht. Das erfahren regelmäßig Besitzer von Erdgasautos schmerzlich am eigenen Leib. Und zwar nicht in Bezug auf die Karosserie ihres Vehikels, wohl aber im Hinblick auf dessen Gastanks (-Flaschen).

Sieht bei diesen ein HU-Prüfer braun, schaltet er um auf Rot – nicht ohne Grund. Bekannt sind die spektakulären Bilder explodierter Erdgas-VWs an Tankstellen. Entsprechend „scharf“ reagieren Dekra-, GTÜ-, KÜS- und TÜV-Verantwortliche im Fall angerosteter Erdgasbehälter. Paradox: Selbst die von Volkswagen im Zuge diverser Austauschaktionen erneuerten Stahlflaschen rosten bereits wieder munter vor sich hin und sorgen ebenfalls für erhebliche /gefährliche Mängel bei der HU – so sie nicht bereits zuvor bei der Gassystemprüfung (GSP) auffällig wurden.