Cadillac bietet für den deutschen Markt ausschließlich E-Autos an. Jüngstes Modell ist der Optiq. In seiner Heimat verkauft sich das schlanke SUV bereits äußerst erfolgreich.
Der Optiq ist ein neues E-Modell von Cadillac, das in der Fahrpraxis mit außergewöhnlich viel Komfort und Ruhe überzeugt.
(Bild: Cadillac)
Lyriq, Vistiq, Optiq: Sollte Günther Jauch in seinem Ratespiel „Wer wird Millionär?“ nach diesen Namen fragen, bräuchten die Kandidaten schon ein gutes Automobilwissen, um hier unfallfrei ohne Joker durchzukommen. Die Antwort: Es handelt sich um Elektromodelle von Cadillac. In Deutschland dürften sie noch weitestgehend unbekannt sein, obwohl die beiden Ersten bereits im Handel sind.
Nun kommt der Optiq hinzu. Das Modell soll im etablierten Premium-Segment hauptsächlich gegen den BMW iX (Neue Klasse), den elektrischen Mercedes GLC (geplant für 2026) und den Audi Q6 E-Tron antreten. Dennoch sieht Cadillac sich in Europa nicht als direkten Konkurrenten oder ist um hohe Stückzahlen bemüht, sondern vielmehr als reizvolle Alternative für Individualisten.
In den USA ist der Optiq seit Anfang dieses Jahres auf der Straße, legt dort bereits eine außergewöhnlich hohe Eroberungsrate von 75 Prozent hin. Heißt: Drei Viertel der Kunden hatten zuvor nichts mit der amerikanischen Luxusmarke am Hut. Die Neugier dürfte in erster Linie über das Design geweckt werden. Der 4,82 Meter lange Optiq gilt intern als „Kompakt-SUV“, wirkt aber wegen seiner niedrigen Dachlinie eher wie ein Cross-over aus SUV und Kombi. Die Proportionen sind stimmig – Motto: schlank statt wuchtig.
Sehr angenehm ist das Raumgefühl. Man glaubt, in einem deutlich größeren Auto zu sitzen. Auch hinten genießen die Insassen gute Bein- und Kopffreiheit. Eher durchschnittlich gibt sich mit gut 440 Liter der Kofferraum. Gleiches gilt, wenn die Rücksitzlehnen umgelegt sind: 1.340 Liter sind für die Fahrzeuggröße nicht gerade üppig, reichen für den Alltag aber allemal. Ein kleines Gimmick ließ sich Cadillac mit dem Markenemblem am Heck einfallen. Berührt man es mit dem Ellbogen, weil man beispielsweise zwei Einkaufstaschen in den Händen hält, öffnet sich die Heckklappe automatisch.
Das Cockpit des Optiq dominiert kein frei stehender Bildschirm im Tesla-Look. Die Designer entschieden sich stattdessen für ein lang gezogenes (33 Zoll), trapezförmiges und leicht gekrümmtes Display, das sich bis über die Mitte der Armaturentafel spannt. Die Insassen können Google Maps und Google Assistant nutzen, das Smartphone kann über Apple Carplay und Android Auto mit dem Bordcomputer verbunden werden. Pfiffig: Statt einer flachen Ablage fürs Handy gibt es in der Mittelkonsole einen aufrechten „Toaster-Slot“, der gleichzeitig als kabellose Ladestation dient. Vorteil: In Kurven oder beim Bremsen fliegt das Smartphone von der Ablagefläche.
Technisch basiert der Optiq auf der bekannten Ultium-Plattform, die sich jetzt jedoch „GM EV Battery Plattform“ nennt. Moderner ist sie damit nicht. Es bleibt bei 400 Volt und einer Batteriekapazität von 75 kWh. Daraus resultiert eine WLTP-Reichweite von 425 Kilometern. Beides rangiert eher am unteren Ende im Segment. Unterdurchschnittlich ist auch die recht schwache DC-Ladeleistung mit 110 kW. Andere Hersteller sind da deutlich weiter.
Einfluss auf das Fahrverhalten hat dies alles jedoch nicht. Der Optiq überzeugt durch außergewöhnlich viel Komfort und Ruhe. Dennoch wollte Cadillac sich nicht dem Vorwurf einer weichen Ami-Schaukel aussetzen. Das Fahrwerk wurde daher mit vielen Änderungen und Feintuning den europäischen Kundenbedürfnissen angepasst, die Bremsen kommen vom renommierten italienischen Hersteller Brembo. Kritikpunkt bleibt allerdings das etwas hölzerne Federungsverhalten bei kurzen vertikalen Stößen (schlechte Fahrbahn). Die mag der Ami nicht.
Den Optiq gibt es mit zwei Elektromotoren und damit permanentem Allradantrieb. Prinzipiell eine gute Kombination. Die gemeinsame Leistung beträgt 224 kW, als Drehmoment liegen 480 Newtonmeter an. Damit lässt sich der amerikanische Stromer flott bewegen, der typische Elektro-Punch beim Kick-down bleibt jedoch aus. 2,4 Tonnen Gewicht fordern ihren Tribut. Die machen sich auch in den Verbrauchswerten bemerkbar. Den Normwert von 19,9 kWh/100 km schafften wir nicht, obwohl auf der Autobahn nicht einmal schneller als 120 km/h gefahren wurde. Bereit sein sollte man eher für einen Stromverbrauch von 25 kWh/100 km.
Optiq: Nur voll ausgestattet
Dafür glänzt der Optiq mit einem Preis-Leistungs-Verhältnis, das im Segment konkurrenzlos sein dürfte. Nur 65.000 Euro, und damit einige zehntausend Euro günstiger als die Konkurrenz, verlangen die Amerikaner für ihren Elektro-Cruiser, bei gleichzeitiger Vollausstattung. Und voll heißt voll: Selbst ein riesiges Panoramadach, große 21-Zoll-Räder, Sitze mit Heiz-, Kühl- und Massagefunktion und ein AKG Premium Audiosystem mit 19 Lautsprechern und Dolby Atmos sind serienmäßig. Ebenso sämtliche Sicherheitsassistenzsysteme. Es gibt praktisch keine Aufpreisliste. Was extra bezahlt werden muss, sind lediglich die verschiedenen Metallic-Lackierungen.
Stand: 08.12.2025
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Das neue E-SUV erreichte die Bestwertung von fünf Sternen beim Euro NCAP. Die Verbraucherschützer werten dies als starkes Signal aus den USA, nachdem Modelle wie der Ford Mustang oder Jeep Wrangler in früheren Jahren schwächer abgeschnitten hatten. Cadillac hat seine Bestellbücher für den Optiq geöffnet. Die ersten Auslieferungen sollen Anfang 2026 erfolgen.