Jahresbilanz Carsharing-Angebote verbreiten sich weiter

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Trend zur geteilten Nutzung von Autos hält an. Allerdings wächst vor allem das stationenbasierte Carsharing. Von den bundesweit aktiven Unternehmen haben einige die Free-Float-Aktivitäten eingestellt.

Zum Einkauf mal schnell mit dem Auto – Carsharing macht es möglich. In Deutschland wächst das Angebot weiter, wenn auch nicht mehr so stürmisch wie früher.(Bild:  Stadtmobil)
Zum Einkauf mal schnell mit dem Auto – Carsharing macht es möglich. In Deutschland wächst das Angebot weiter, wenn auch nicht mehr so stürmisch wie früher.
(Bild: Stadtmobil)

Menschen ohne eigenes Auto können in immer mehr Städten und Gemeinden in Deutschland auf Leihwagen zugreifen. Zum Jahresbeginn gab es in Deutschland fast 1.400 Kommunen mit einem eigenen Carsharing-Angebot, wie der Bundesverband Carsharing mitteilte. Das waren demnach rund 100 Orte mehr als noch im Jahr davor. Die Zahl der Fahrzeuge stieg bundesweit um 5,3 Prozent auf rund 45.400.

Die meisten dieser Autos – rund 27.400 – werden im sogenannten Free-Float-Modell angeboten. Dabei können die Fahrzeuge per App aufgeschlossen und an einem beliebigen Parkplatz innerhalb der Stadt wieder abgestellt werden. Die Unternehmen Miles, Free2move, Sixt und Bolt gehören hierbei zu den führenden Anbietern.

Doch die Größe ihrer Flotten sagt wenig über ihre bundesweite Präsenz aus. Free-Float-Angebote gibt es dem Verband zufolge lediglich in 44 deutschen Städten – das waren sechs weniger als noch im Jahr davor. Das sind zudem vor allem die großen Städte, weil sich das Modell ansonsten kaum wirtschaftlich betreiben lässt.

Stationsbasierte Angebote sind weit verbreitet

Deutlich verbreiteter sind stationsgebundene Angebote, bei denen die Autos an einem festen Ort abgeholt und dort auch wieder abgestellt werden. Sie finden sich in mehr als 1.380 Kommunen. Das sind 114 zusätzliche Orte, die Zahl der Fahrzeuge erhöhten diese Anbieter um 1.240 auf jetzt rund 18.000 Pkw. Betrieben werden diese Systeme oft von Genossenschaften oder den Städten selbst, die damit eine Alternative zum eigenen Auto bieten wollen.

Im Marktsegment „Stationsbasiertes Carsharing und kombinierte Carsharing-Systeme“ waren zum Jahresstart 875.000 Fahrberechtigte registriert. Die Gesamtzahl der Fahrberechtigten sei dabei gegenüber dem Vorjahr um 12,5 Prozent gesunken, heißt es vom Bundesverband Carsharing. Der Grund für den Rückgang sei allerdings die Entfernung von rund 200.000 Doppelanmeldungen und „Karteileichen“ aus der Statistik. Ohne die Bereinigung wäre die Zahl ihrer Kunden gegenüber dem Vorjahr im Durchschnitt um 8,1 Prozent gestiegen. Im Marktsegment „Free-floating Carsharing“ waren zuletzt 4,5 Millionen Personen registriert.

Elektrifizierung schreitet voran

Die Carsharing-Anbieter setzen trotz der Absatzkrise bei Batteriefahrzeugen zunehmend auf Elektroantriebe. Mehr als jedes fünfte Fahrzeug im stationsbasierten Carsharing fuhr der Statistik zufolge zum Jahresbeginn vollelektrisch – ein Zuwachs von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bei den stationsunabhängigen Anbietern waren es im Jahr 2024 knapp 17 Prozent. Für das laufende Jahr lagen dem Verband eigenen Angaben zufolge keine aktuellen Zahlen vor. Allerdings waren manche Anbieter, etwa Miles, von der weiteren Elektro-Umrüstung ihrer Flotten zuletzt wieder abgerückt.

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